Zu viele Anmeldungen / Drei neue Gruppen geplant

Es fehlen über 40 Kita-Plätze in Bad Bevensen

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Mehr Anmeldungen als Plätze: Der Ausschuss für Familie, Jugend und Sport der Stadt Bad Bevensen diskutierte nun über die Zukunft der Kindergartenplätze.

Bad Bevensen – Die Kita-Bedarfsplanung der Stadt Bad Bevensen macht deutlich, dass der aktuelle Bestand an Plätzen nicht ausreicht. Die Schaffung neuer Kindergartengruppen stand nun im Mittelpunkt der Sitzung des städtischen Ausschusses für Familie, Jugend und Sport.

Die Voranmeldungen für Kita-Plätze laufen noch, doch schon jetzt gibt es weit mehr Anmeldungen als Plätze. Aktuell könne für 42 Kinder kein Platz gestellt werden – vor drei Wochen waren es noch 25, berichtet die Leiterin des Kita-Zentrums Birgit Waltje. Bei der Krippe sehe es mit 30 Voranmeldungen bei 13 Plätzen nicht anders aus.

Neben Randfaktoren wie dem flexiblen Schuleintritt der Kann-Kinder oder einer Tendenz zur Ganztagsbetreuung tragen vor allem die Beitragsfreiheit von Kindergartenplätzen und Zuzüge ins Bevenser Neubaugebiet zu einer erhöhten Nachfrage nach Plätzen bei, wie aus der Bedarfsplanung hervorgeht.

Andreas Strehlke, SPD-Fraktion

„Wir haben dringenden Handlungsbedarf“, sagt Andreas Strehlke (SPD). Bereits vor einem Jahr forderte die SPD-Fraktion ein Interessenbekundungsverfahren für eine Kita. „Ich sehe keine andere Möglichkeit, als den Antrag wiederzubeleben“, erklärt Strehlke.

Der Antrag sieht vor, dass die Stadt kein Grundstück zur Verfügung stellt, sondern ein Investor auf eigenem Grundstück baut. Florian Schmidt (Grüne) war dafür, dies offener zu gestalten, sodass sowohl ein zukünftiger Betreiber, als auch die Stadt ein Grundstück stellen könnten. Lothar Jessel, Ordnungsamtleiter für Bevensen-Ebstorf, deutete an, dass in Sachen Grundstück eventuell schon bald ein Ergebnis erzielt werden könne.

Katja Schaefer-Andrae, Grüne

Im besten Fall kann laut Jessel mit Fördernmitteln in Höhe von 540.000 Euro gerechnet werden. Falls nicht alle geplanten Plätze belegt werden, müsse ein Teil des Betrags jedoch wieder zurückgezahlt werden. „Das muss man im Hinterkopf haben“, betont Katja Schaefer-Andre (Grüne). Aufgrund der Bedarfsanalyse sieht Strehlke hier allerdings kein Risiko. Es müsse „großzügig geplant“ werden.

Mit acht Ja-Stimmen des Ausschusses wurde einstimmig empfohlen, dass eine Ausweitung um drei Gruppen erforderlich ist und einem Investor beide Grundstücksmöglichkeiten offen gehalten werden.

VON LEA-SOPHIE PENNER

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