Rat muss im Mai über weitere Kostensteigerung befinden

Kurhaus-Neubau: Fast 6 Millionen sind’s nun

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An der Außenfassade laufen die letzten Arbeiten, während die künftigen Grünanlagen Form annehmen.

Bad Bevensen. Erst im Dezember vergangenen Jahres hatte der Stadtrat einer Erhöhung der Gesamtkosten für den Bau des neuen Kurhauses von einst 5,4 Millionen Euro auf nunmehr 5,71 Millionen Euro zugestimmt. In seiner Sitzung am 19. Mai wird er voraussichtlich erneut darüber befinden müssen, ob ein weiteter tiefer Schluck aus der Pulle genommen werden soll:

Die Fliesenarbeiten im neuen Kurhaus sind fast abgeschlossen, jetzt werden die Holzböden in den Sälen verlegt.

Denn noch einmal haben sich die Kosten für das Gebäude erhöht – von besagten 5,71 Millionen Euro auf inzwischen 5,94 Millionen Euro. Hauptursache hierfür, und das hatte Bauamtsleiter Roland Klewwe bereits Ende Februar erläutert, seien, wie berichtet, die nachträglich gewünschten Veränderungen der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM), aber auch die Insolvenz einer Firma, die ihren Auftrag nur zur Hälfte erfüllen konnte, und weitere Kostenfortschreibungen hätten den Budgetplan beeinflusst. Inzwischen haben sich die gesamten Baukosten um 8,3 Prozent erhöht.

Damit dürfte das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht sein. Denn nicht enthalten in dieser Kalkulation ist beispielsweise die Gestaltung der Außenanlagen, die in einer Kostenberechnung der Kurhaus-Planer (Firma heiz.Haus) aus 2014 mit mindestens etwa 250 000 Euro beziffert wurde. Der Grunderwerb, der für den Bau des Kurhauses notwendig war – 150 000 Euro – ist bei der Rechnung ebenso außen vor. Und auch der neue Zugang zur Jod-Sole-Therme, den die Stadt laut einer Vereinbarung mit der Kurgesellschaft als Thermen-Betreiberin für voraussichtlich 120 000 Euro bauen muss, ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Unterdessen laufen die Arbeiten auf dem Kurhaus-Bau mit Hochdruck weiter – schließlich soll im Juni Eröffnung sein. So seien die Fliesenarbeiten fast vollständig erledigt, wie Stadt-Sprecher Jörn Nolting auf AZ-Nachfrage informiert. In den drei Sälen würden nun aktuell die Holzböden verlegt, in der nächsten Woche sei der große Kurhaussaal dran. Parallel dazu werkeln Lüftungstechniker, Maler und Elektriker, werden die Außenbereiche angelegt und die Arbeiten an der Holzfassade weitergeführt.

Außerdem habe man anhand eines Modells inzwischen auch die Stühle ausgewählt und den Auftrag für die komplette Möblierung des Kurhauses vergeben.

Von Ines Bräutigam

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