Bauamtsleiter Roland Klewwe: „Das ist das erste Konzept. Das ist nicht der endgültige Entwurf“

Farbtupfer für das Kurhaus

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Trotz Farbkonzept wird das Kurhaus nicht bunt: „Das sind interessante Farbtupfer, aber im Grunde ist das ein seriöses Gebäude“, sagt Bauamtsleiter Roland Klewwe. Von außen dominiert farblos lasiertes Zedernholz. Der grüne Klotz ist nur ein Platzhalter für das Thermenhotel.

Bad Bevensen. Einblicke ins Innere des neuen Bevenser Kurhauses erhielten am Mittwochabend die Mitglieder des städtischen Bauausschusses und interessierte Bürger.

Bauamtsleiter Roland Klewwe zeigte erstmals Bilder, die das Farbkonzept der Architekten Heizhaus veranschaulichen. Sie setzen auf das Violett der Heide sowie das Weiß und Grün der Birken als Charakterfarben der Region (AZ berichtete).

Im Foyer des Kurhauses dominieren nach dem Farbkonzept Holzverkleidungen und -fußböden.

„Wir sind eine Heideregion“, begründete Klewwe die Entscheidung für das Farbkonzept Bettula (Birke) und Calluna (Heide). Gleichzeitig trat er Befürchtungen entgegen, das neue Herz der Kuranlagen könnte am Ende zu bunt geraten: „Das sind interessante Farbtupfer, aber im Grunde ist das ein seriöses Gebäude.“ Außen wie innen dominieren Holztöne der (Zedernholz-)Fassade und der Fußböden, am Eingang setzt das Violett der Heide einen Farbakzent, auch in den Innenräumen sollen nur einzelne Wände und Stühle farbig gestaltet werden.

Gegenüber der Allgemeinen Zeitung betonte der Bauamtsleiter noch einmal die Vorläufigkeit des Farbkonzepts: „Das ist das erste Konzept. Das ist nicht der endgültige Entwurf. Er kann auch noch abgeändert werden.“ Ein alternatives Konzept basiert auf dem Farbenspektrum des Bad-Bevensen-Marketing-Logos. Die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) hatte angeregt, auch die Farbe Blau aus dem Bevenser Wappen einzubinden. Immerhin habe Bevensen viel mit Wasser zu tun, hatte Gruppensprecher Stephan Kaufmann (Grüne) argumentiert.

Behutsame Farbigkeit: Nur einzelne Stühle im 500 Sitzplätze fassenden Saal bilden grüne und rosa Tupfer.

Nach Ostern soll der Abriss des alten Kurhauses aus den Siebzigerjahren beginnen. Das Fünf-Millionen-Euro-Projekt wird vom Land Niedersachsen (3 Millionen Euro) und dem Landkreis Uelzen (1 Million) bezuschusst. Vor Kostensteigerungen warnten einhellig Jürgen Schliekau (CDU) und Stephan Kaufmann (Grüne). „Was vermieden werden muss, sind neue Wünsche“, meinte Kaufmann in Hinblick auf zusätzliche Abgrenzungswände für das „Backoffice“ (ein geschlossenes Büro) der Tourist-Info. „Wenn es jetzt schon 70 000 Euro mehr sind, dann müssen wir aufpassen, dass es nicht noch mehr wird.“

Bauamtsleiter Klewwe hatte darauf hingewiesen, dass die Architektenhonorare durch die neue Honorarordnung steigen.

Die Bürger, die zu der Präsentation erschienen waren, interessierten sich auch für die Details des Kurhauses, etwa behindertengerechte automatisch öffnende Türen, die Größe der Toiletten oder die Wetterfestigkeit des Flachdachs. Für Erstaunen sorgten Details zu dem zwischen Kurhaus und Therme geplanten Thermenhotel, das nach den Vorstellungen des Investors mit dem Kurhaus zum Kurpark einen Terrassenhof bilden soll. Sechs bis sieben Geschosse seien geplant, berichtete Bauamtsleiter Klewwe.

Von Gerhard Sternitzke

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