„Etwas Platz ist noch da“

Schulleiterin Christel Auer zu den Anmeldungen in der KGS Bad Bevensen

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Gesundheitstage in der KGS Bad Bevensen. Weniger Anmeldungen bedeuten mehr Platz.

Bad Bevensen – Man war vorbereitet in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Bad Bevensen. Auf den Losen sollten die Namen der Schüler stehen. Das Ticket für die fünfte Klasse sollten nicht die bekommen, die gezogen würden, sondern die anderen, die in der Lostrommel blieben.

Nun bleibt die große Schul-Lotterie Lehrern, Schülern und Eltern erspart. Mehr als neun Züge pro Jahrgang sind nicht zulässig. Jetzt sind es sogar nur acht. Rund 165 Schüler wurden laut Schulleitung an der Fritz-Reuter-Schule angemeldet, 100 weniger als sonst.

Christel Auer, Schulleiterin

„Ich bin zufrieden mit der Achtzügigkeit“, sagt Schulleiterin Christel Auer auf AZ-Nachfrage. „Damit können wir super arbeiten. Das löst Platzprobleme.“ Bislang müssen die Sechstklässler wegen der räumlichen Enge aus dem Gebäude Lindenstraße in das Hauptgebäude ausweichen. Ab dem neuen Schuljahr sei es dann auch wieder möglich, räumlich zu differenzieren. „Etwas Platz ist noch da“, schiebt Christel Auer nach. Nachträgliche Anmeldungen sind noch möglich. Manche Eltern haben ihre Anträge noch nicht abgegeben.

Erwartet werden eine Hauptschulklasse, vier Realschulklassen und drei Klassen im Gymnasialzweig. Verschiebungen sind durchaus möglich. Klassen werden in der Hauptschule bei mehr als 26 Schülern geteilt, im Realschul- und im Gymnasialzweig liegt die Grenze bei 30 Schülern. Durch Sitzenbleiber und Wechsler kann eine nachträgliche Aufteilung notwendig werden. „Wir sind eine Schule, und wenn ein Kind die Schule wechselt, kann das zu einer anderen Klassenzahl führen“, betont Christel Auer.

Das angekündigte Losverfahren hat offenbar Eltern abgeschreckt. So gebe es weniger Anmeldungen aus Rosche und Bad Bodenteich, und überhaupt keine aus Suderburg. Für die Oberschulen sei das angesichts eines schwachen Jahrgangs eine gute Sache. „Wir müssen dafür sorgen, dass weiter Schulen in der Fläche erreichbar sind“, mahnt die Schulleiterin.

Wäre das Losverfahren zum Einsatz gekommen, dann hätte die Schule ihre Bescheide mit Rechtsbehelfsbelehrung verschicken müssen. Auch Widersprüche und Klagen von Eltern für einen Platz wären möglich gewesen. Kinder aus der ehemaligen Samtgemeinde Bevensen und Bienenbüttel haben Anspruch auf einen Platz in der KGS.

Der Kreis bewertet das Ergebnis der Schulanmeldungen als sehr positiv, weil die, die sich für die KGS Bad Bevensen entschieden haben, dort auch angenommen werden.

VON GERHARD STERNITZKE

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