Bad Bevenser Kulturstation trifft sich am Freitag: Interessierte sind willkommen

Erste Schienen werden verlegt

Bad Bevensen. Eine neue Kulturschiene wird derzeit in Bad Bevensen verlegt – zumindest sind die ersten Verankerungen gesetzt. Am kommenden Freitag, 25. Januar, wird es um die nächsten Schwellen gehen.

Denn dann treffen sich die Mitglieder des Vereins „Kulturstation“ zur nächsten Lagebesprechung. In der Waldschule in Bad Bevensen werden Ideen gesammelt, wie sich der Verein an dem Projekt „Blickwechsel“ der Landart 2013 beteiligen kann. Geplant ist es, die Strecke zwischen Bad Bevensen und der Woltersburger Mühle mit Kunst- und Kulturaktionen zu bespielen. Landschaftskünstler und andere Interessierte sind den Vereinsmitgliedern willkommen. „Es geht ums Kennenlernen, Beispiele vorstellen, den gegenseitigen Austausch und die Festlegung der Standorte“, kündigt Vereinsvorsitzende Katja Schaefer-Andrae an. Auch eine mögliche Zusammenarbeit mit der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) soll künftig abgesteckt werden. BBM-Veranstaltungsleiter Gerhard Kreutz hatte bereits im Dezember signalisiert, dass er sich eine Zusammenarbeit mit dem Verein „Kulturstation“ gut vorstellen könne (die AZ berichtete).

Als Hauptquartier malt sich der 2012 gegründete Kulturverein den leer stehenden, historischen Bahnhof der Kurstadt aus. In dem Gebäude von 1847 würden die Kunstpädagogin Katja Schaefer-Andrae und ihre Mitstreiter gerne ein „soziokulturelles Zentrum mit Strahlkraft in Stadt und Umland“ etablieren. Im Klartext heißt das: Das bestehende Bahnhofsrestaurant könnte zur Bühne für Lesungen, Kunstausstellungen, Theateraufführungen oder Konzerte werden. Denn öffentliche Räume, die sich für Veranstaltungen dieser Art eignen, sind in Bad Bevensen rar.

Die bestehenden Kunst- und Kulturorganisationen sehen die Mitglieder der Kulturstation nicht als Konkurrenten, sondern Partner – Zusammenarbeit und Ergänzung erwünscht. So könnte der Bahnhof Bad Bevensen als Anlaufpunkt nach innen und als Aushängeschild nach außen dienen. Durch ein facettenreiches und ungewöhnliches Programm soll eine „Schnittstelle für den Austausch ländlicher und urbaner Kulturverständnisse“ entstehen. Der Fremdenverkehr könnte gestärkt werden, indem am Bahnhof Informationen über Stadt und Angebote selbiger vermittelt werden.

Die Kulturstation ist im vergangenen Jahr aus dem Kulturverein Schweitzerhof hervorgegangen. Unterstützt wird die Initiative offiziell von Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller (Grüne), der Mitglied in dem Verein ist.

Derzeit ist der Bad Bevenser Bahnhof nur virtueller Hauptsitz des Vereins – so beschreiben die Mitglieder das aktuelle Stadium. Das Gebäude ist noch im Besitz der Deutsche Bahn, die die 2339 Quadratmeter Fläche verkaufen möchte. Die Stadt Bad Bevensen hat Interesse daran, das Gebäude zu erstehen – es hapert jedoch an den Finanzen.

Weitere Informationen zu der Aktion und der Bürgerinitiative gibt es unter www.kultur-station.de im Internet.

Von Wiebke Brütt

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