Entscheidung soll im Mai fallen

Die Initiatoren für die Privatschulgründung: Kerstin Mathieu und Wolfgang Grigat.

Bad Bevensen - Von Ute Bautsch-Ludolfs. „Ich finde es total spannend, sich auf den Weg zu machen und sich mit einer Privatschule gegen das reguläre Schulsystem zu wenden. Dieser begeisterte Beitrag einer Mutter war gleichsam das Schlusswort auf dem Informationsabend über die Schaffung einer neuen Schule in Bad Bevensen und wurde mit heftigem Applaus bekundet. Es waren rund 50 Interessierte – meist Mütter und Väter jüngerer Kinder – die wissbegierig und nach einer Alternative zur staatlichen Schule suchend, in ein Nebengebäude der ehemaligen Diabetes-Klinik gekommen waren, um mehr zu erfahren und Fragen zu stellen.

Die beiden Hauptinitiatoren Kerstin Mathieu und Wolfgang Grigat aus Medingen stellten sich, ihre Anliegen zur Gründung einer solches Schule und das Konzept der künftigen „Ilmenauschule Bad Bevensen – Schule für gesundes Lernen“ vor (siehe dazu AZ-Bericht vom 12. März).

Der Weg von Vorsatz und Planung zur Durchführung scheint klar. Was eigentlich noch fehlt, sind Schüler, um auf eine Klassenstärke von 15 zu kommen. „Besonders für eine 3. Klasse und für eine 5. Klasse liegen jedoch schon mehrereAnmeldungen vor“, sagt Kerstin Mathieu. „Es reicht aber noch nicht ganz, sonst könnten wir nach den Sommerferien anfangen.“

Die beiden Initiatoren, selber Eltern, haben „ihre“ Schulaufgaben schon gemacht und nur eher kleinere „Baustellen“. Räume wären da, potenzielle Lehrkräfte, ein Förderverein und vor allem ein klares Konzept, in dem Rahmenbedingungen, pädagogischer Ansatz, Aufgaben und Ziele, Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts, erzieherische Arbeit und Aufgaben der Lehrkräfte, Schulleben und Aufnahmevoraussetzungen detailliert geregelt sind. Auch mit Banken ist bereits verhandelt worden, und natürlich wurde sich reichlich informiert darüber, wie es an anderen Privatschulen läuft, welche Schritte zur Realisierung nötig sind. Doch eine Eliteschule oder eine Förder-Schule für lernschwache Schüler zu sein, sei keine Absicht.

Nach dem ausführlichen Informationsteil gab es viele Fragen. Die Frage der Fragen galt natürlich den Kosten: „Womit müssen wir rechnen?“, wollten Eltern wissen. Natürlich wanden sich die Grundschullehrerin und der Gymnasiallehrer mit konkreten Zahlen. „Ungefähr 200 Euro im Grundschulbereich monatlich, 300 Euro im Sekundarbereich“, lautete die Antwort.

„Wie sieht der Stundenplan aus, können in weniger Zeit die gleichen Inhalte vermittelt werden, wenn es morgens um 8 Uhr mit sportlicher Bewegung und dann dem Frühstück los geht?“ Kerstin Mathieu: „Die vorgeschriebene Stundentafel wird eingehalten. Dazu kommt neu das Fach Gesundheit und Englisch ab Klasse 1. Es ist soweit durchdacht, dass Zeit genug für die Inhalte ist. Mittags wäre für die 1. und 2. Klasse um 12 Uhr Schluss, für die 3. und 4. Klasse um 13 Uhr.“

Kerstin Mathieu und Wolfgang Grigat wurde noch so manche Aussage und Antwort abverlangt: „Nein, jahrgangsübergreifender Unterricht, insbesondere für die 3. und 4. Klasse können wir uns nicht vorstellen.“ „Um strukturierte und klare Unterrichtsformen zu lernen, sind Frontalphasen nötig.“ „Drei Jahre muss die Schule vorfinanziert werden, dann gibt es staatliche Zuschüsse.“ „Zur Schülerbeförderung müssen wir uns noch was einfallen lassen.“ „Spätestens im Mai ist klar, ob wir dieses Jahr noch anfangen.“ „Wir werden uns später nach einem anderen Gebäude umsehen müssen, angestrebt bleibt Bad Bevensen.“

Wer Näheres zu dem Projekt „Ilmenauschule“ erfahren möchte, kann sich unter Telefon (0 58 21) 54 91 54 oder unter E-Mail: Ilmenauschule@web.de melden.

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