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Endspurt fürs Glasfasernetz im Kreis Uelzen: Ausbau durch die Lünecom noch nicht sicher

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Von: Gerhard Sternitzke

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Ausbau des Glasfasernetzes
Die Lünecom will bis zu 15 000 Haushalte in Bad Bevensen, Ebstorf und Uelzen ans Glasfasernetz anschließen © Agenturen

Jetzt beginnt die heiße Phase für das schnelle Internet in Bad Bevensen, Ebstorf und Uelzen. Noch bis zum 28. Februar läuft die Vorvermarktungsphase.

Bad Bevensen/Ebstorf/Uelzen – 15 000 Haushalte sollen angeschlossen werden. Das Lüneburger Unternehmen will mit dem Bau des Glasfasernetzes starten, wenn für mindestens die Hälfte davon Vorverträge vorliegen. Noch ist dieses Ziel nicht erreicht. Das von der Lünecom beauftragte Vermarktungsunternehmen kündigt weitere Werbemaßnahmen an.

„Die Weihnachtszeit wurde von den Menschen tatsächlich genutzt, um die Entscheidung zu treffen. Der Auftragseingang zieht an“, berichtet Heinrich Altmiks, Chef der Essener Mavetra GmbH. „Die Kalender des Vertriebs sind teilweise sehr, sehr voll.“ Wie viele Verträge vorliegen, teilt das Unternehmen nicht mit. Vor einem Monat hatte Altmiks gewarnt, dass die Quote nicht ausreichend sei. Vielfach bräuchten Kunden eine zweite, dritte oder vierte Beratung, bevor es zum Abschluss komme.

Nun ist er deutlich optimistischer. „Die Lage ist besser geworden, aber wir sind noch längst nicht durch“, betont der Vermarkter. „Ich glaube, die Tragweite, wenn wir es nicht schaffen, ist manchen nicht bewusst.“ Deshalb müsse es nun darum gehen, dass Glasfaser-Projekt nach vorn zu bringen. Dafür bindet das Unternehmen auch die Bürgermeister ein.

Es komme darauf an, in der Kampagne nicht nachzulassen, wird der Bevenser Bürgermeister Jürgen Schliekau (CDU) in einer Pressemitteilung der Mavetra zitiert. „Glasfaser-Technologie ist für unsere Region langfristig überlebenswichtig, und niemand soll am Ende sagen, er habe das nicht gewusst“, warnt das Stadtoberhaupt. Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (parteilos) betont: „Die Hansestadt Uelzen unterstützt jedes Projekt zum Glasfaserausbau im Stadtgebiet. Schließlich hängt sowohl die Zukunftsfähigkeit zahlloser Unternehmen als auch die optimale Versorgung der Privathaushalte immer stärker von einem leistungsfähigen Glasfasernetz ab.“

Eine Nachfrist steht derzeit nicht zur Diskussion. Die Werber mahnen auch, dass es für Beratungen bereits Wartezeiten von zwei bis vier Wochen gebe.

Die Mavetra intensiviert die Werbemaßnahmen. So soll es laut Altmiks weitere drei bis fünf Infoveranstaltungen geben, für die noch Termine bekannt gegeben würden. Bereits in der Vergangenheit habe man darauf gesetzt, dass Kunden in ihren Vereinen Werbung für den Glasfaseranschluss machen. Nun sollen gezielt alle Vereine angesprochen werden, in der Hoffnung, dass diese ihre Mitglieder auf die Vorteile des Glasfasernetzes hinweisen. „Wir brauchen die Unterstützung der Vereine“, sagt der Werbeexperte. „Ich will nichts unversucht lassen.“

Zusätzlich sollen Werbetafeln an Laternenmasten angebracht werden. „In Uelzen haben wir jede Fläche belegt, die wir bekommen konnten“, erzählt Altmiks. In Ebstorf musste jedoch eine Bauzaunwerbung wieder entfernt werden. Hier wünscht sich Altmiks mehr Flexibilität der Behörden, ohne konkreter zu werden. „Hey, lasst uns alle an einem Strang ziehen“, wünscht sich Altmiks. „Schließlich ist es für den guten Zweck.“

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