Bad Bevensen bewirbt sich um Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune 2012“

Eldorado für Drahtesel

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Bad Bevensen will „Fahrradfreundliche Kommune 2012“ werden, die Bewerbungsunterlagen sind unterzeichnet.

Bad Bevensen. Die Stadt Bad Bevensen bewirbt sich um den Preis „Fahrradfreundliche Kommune 2012“.

Der Fahrradbeauftragte der Kurstadt, Knut Hallmann, und seine Mitstreiter der Arbeitsgruppe „Fahrradfahren in Bad Bevensen“ haben jetzt Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer und Bürgermeister Martin Feller die Bewerbungsunterlagen zur Unterzeichnung vorgelegt.

Die Bevenser hoffen, mit ihrem Fahrradkonzept für die Stadt punkten zu können, das 2004 auf den Weg gebracht wurde. Unter anderem beinhaltet es ein Fahrradabstellkonzept, mit dem Abstellanlagen in der Innenstadt und an Kur- und Freizeitanlagen vorgehalten werden. So sind in der Bevenser Innenstadt derzeit etwa 70 Vorderradhalter und etwa 40 Bügel vorhanden. Bei allen Neugestaltungen werden weitere Abstellanlagen berücksichtigt, wobei künftig vor allem Abstellbügel installiert werden sollen. Insgesamt sind 175 Fahrradabstellplätze in der Innenstadt Bad Bevensens vorhanden.

Im Laufe dieses Jahres will Knut Hallmann ermitteln, wie die neuen Bügel genutzt werden und wo weiterhin „wild“ geparkt wird. Das Ergebnis soll im Spätsommer ausgewertet werden, um dann neue zusätzliche Bügel-Standorte festzulegen. Alles in Absprache mit den Geschäftsleuten, denn Wunsch der Fahrradfreunde ist es, die geschäftseigenen Anlagen, die meist Fahrradabstellplatz und Werbung in einem Aufsteller verbinden, aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen.

Am Bevenser Bahnhof hat die Stadt 1996 die ersten 30 abschließbaren Fahrradboxen aufgestellt, zusammen mit 77 Vorderradhaltern in einer überdachten Anlage, 2011 kamen 21 weitere Boxen hinzu. Die Boxen sind zurzeit voll ausgelastet (Jahrespreis: 52,60 Euro). Wegen der regen Nachfrage gibt es Überlegungen, 20 zusätzliche Boxen aufzustellen.

Für die Abstellmöglichkeit von Fahrrädern während Großveranstaltungen hat sich die Arbeitsgruppe einen besonderen Clou überlegt: mobile Abstellanlagen. An den gewünschten Standorten kann ganz nach Bedarf eine Metallsäule in einer Bodenhülse eingelassen werden. Die Säule wird dann mit Fahrradbügeln versehen. In diesem Jahr will Hallmann dokumentieren, zu welchen Veranstaltungen an welchen Stellen Fahrräder abgestellt werden, um dann fürs nächste Jahr daraus Standorte für die mobilen Abstellanlagen ableiten zu können.

Von Ines Bräutigam

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