Streetworker für den Kurpark?

Einsatz gegen Randalierer: Bevenser Kulturausschuss empfiehlt Sozialarbeiter

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Im Bad Bevenser Kurpark soll ein Streetworker mit Jugendlichen ins Gespräch kommen und Präventionsarbeit betreiben. Auch ein Alkoholverbot soll geprüft werden. 

Bad Bevensen – Gibt es im Kurpark von Bad Bevensen ein Problem mit randalierenden Jugendlichen und wie sollte damit umgegangen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Ausschuss für Kultur und Tourismus der Kurstadt.

Jannis Walther, FDP

Anlass war ein Antrag von Jannis Walther (FDP), indem die Verwaltung beauftragt werden soll, ein mögliches Alkoholverbot zu prüfen. Dies wird auch geschehen, aber es soll als eine erste Sofortmaßnahme auch geprüft werden, ob der Betreiber des Jugendzentrums, Lebensraum Diakonie, einen Streetworker für den Rest des Jahres stellen kann. Dafür sollen 10.000 Euro aus dem Haushalt aufgewendet werden, schlug Katja Schaefer-Andrae (Grüne) vor.

Katja Schaefer-Andrae, Grüne

„Durch Streetworking würden wir auch die Jugendlichen erreichen, die wir bisher nicht mit unserem guten Angebot im Jugendzentrum erreicht haben und mit ihnen ins Gespräch kommen“, sagte Katja Schaefer-Andrae. Das sei dann auch Prävention im Sinne aller. Dabei sollte sich die Arbeit der Streetworker aber nicht nur auf den Kurpark beschränken, sondern auch andere Gebiete der Kurstadt umfassen. Prävention sei sinnvoller als Verbote. Bezahlt werden soll der Streetworker aus Geldern, die für die Jugendarbeit im Haushalt vorgesehen sind.

„Das Erscheinungsbild wird einem Kurpark nicht gerecht“, erklärte Walther. Sein Antrag sei ein erster Schritt, um dieses zu verbessern, auch wenn er sich als Liberaler mit Verboten schwertue. Den Vorschlag der Grünen könne er nachvollziehen und auch unterstützen. Ein Streetworker sei eine gute Idee. Er wolle aber auch, dass der Prüfauftrag für seinen Alkoholverbotsantrag Berücksichtigung finde.

Das Verbot müsse so geregelt sein, dass der Konsum von Alkohol bei Veranstaltungen im Kurpark möglich sei. Alkohol sei häufig einer der Auslöser für Vandalismus.

„Viele Verwaltungen sind daran gescheitert, ein Verbot durchzusetzen“, erklärte Gesa Schüler-Koeppen für die Verwaltung. Es sei sehr schwierig, ein Alkoholverbot gerichtsfest zu machen, die Urteile dazu seien sehr verschieden. Beim Streetworker müsse zudem geprüft werden, ob die Mittel im Haushalt dafür ausreichen. Bauamtsleiter Roland Klewwe verwies darauf, dass die Vandalismus-Schwerpunkte nicht im Kurpark, sondern im Bahnhofsumfeld seien.

„Der Antrag von Frau Schaefer-Andrae ist zielführender. Wenn der nicht zündet, sollten wir die zweite Stufe zünden“, sagte Hans-Peter Hellmanzik (SPD). Alle seien sich in der Sache einig. Der Ausschuss empfahl einstimmig, ein Alkoholverbot zu prüfen, ebenso die Möglichkeit, einen Streetworker zu beschäftigen.

VON LARS LOHMANN

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