Bad Bevensen: Kinderschutzbund-Mitglieder formulierten Vorwürfe / Alter Vorstand nicht entlastet

„Einige hatten Klärungsbedarf“

Anders als bei der Vorstandsentlastung konnte über die Satzung offen abgestimmt werden. Foto: Bautsch-Ludolfs

wb/ute Bad Bevensen. „Einige hatten Klärungsbedarf, aber ich denke, die Wogen sind geglättet“, meint Wolfgang Leitsmann, Vorstandsmitglied des Bevenser Kinderschutzbundes, und resümiert damit im Nachhinein die Ergebnisse der vergangenen Jahreshauptversammlung.

Denn im voll besetzten Gemeindezentrum hatte ein formaler Punkt der Tagesordnung – die Entlastung des ehemaligen Vorstandes, der bis zum 21. September 2011 im Amt war – für Diskussionen gesorgt. Vergangenes Jahr hatte der Kinderschutzbund seiner damaligen 1. Vorsitzenden Edda Beneke das Vertrauen entzogen und Erika Logemann zur neuen Vorsitzenden gewählt, weil Edda Beneke der eigenmächtige Umgang mit Geld vorgeworfen worden war (die AZ berichtete).

Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung hatten nun die Kinderschutzbundmitglieder Gudrun und Uwe Krieg schriftlich um eine ausführliche Aufklärung gebeten – insbesondere darüber, welche Belege nachträglich vorgelegt wurden und und wie vertrauenswürdig die Schriftstücke seien. Vorstandsmitglied Wolfgang Leitsmann betont, dass es keine rechtlichen Grundlagen gäbe, von jemandem Geld zurück zu verlangen.

Letztendlich wurden die ehemalige Vorsitzende Edda Beneke und der alte Vorstand bei 30 Nein-, 14 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen nicht entlastet – obwohl Kassenprüfer Gerhard Becker in seinem Bericht über die Kassenführung des neuen Vorstands mitteilte, dass alles in Ordnung sei „und fehlende Belege nachgereicht wurden“. Die amtierende erste Vorsitzende des Bevenser Kinderschutzbundes, Erika Logemann, plädierte für Nichtentlastung, allein aus dem Grund, dass Bargeld geflossen sei. Grundsätzlich will der Kinderschutzbund nun den Blick nach vorne richten und für das Wohl der Kinder arbeiten. Abgestimmt wurde geheim. Nicht mitstimmen durften die Gäste vom Kinderschutzbund Uelzen, die die jetzige gute Zusammenarbeit mit den Bevensern lobend hervorhoben, und die anwesenden Mitglieder des alten Vorstands.

Weniger hitzig ging es bei den übrigen Tagesordnungspunkten zu. Statt des Vortrags stellte Gudrun Krieg die Grundlagen über den Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“ vor, der im Herbst anlaufen soll.

Die gesamte Neufassung der Satzung musste formal vorgelesen und darüber abgestimmt werden – denn der alte Vorstand hatte es versäumt, sie während seiner Amtszeit anzumelden. Erika Logemann berichtete aus der Arbeit des Kinderschutzbundes und gab Ausblick auf anstehende Aktivitäten: Es ist unter anderem wieder eine gemeinsame Ausfahrt mit Kindern aus Gomel geplant, die den Landkreis besuchen. Was gebraucht wird, wurde auch deutlich: Helfer, ein Internetbeauftragter, junge aktive Mitglieder und Spenden.

Weitere Informationen über die Arbeit des Kinderschutzbundes gibt es bei Erika Logemann unter der Telefonnummer (0 58 21) 24 35.

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