In Bad Bevensen dreht sich drei Tage lang alles um die Kartoffel / Umzug bei Kaiserwetter

Eine Stadt im „Knollen-Fieber“

+
Bei einem Markt wurde „Saisonwaren“ angeboten: Kürbisse und Pilze.

Bad Bevensen. Herrliches Kaiserwetter zum Umzug: Beim Höhepunkt am gestrigen dritten Tag des Kartoffelfestes lockte die Sonne wahre Menschenmassen ins Bad Bevenser Zentrum – es gab jede Menge zu sehen, zu essen, zu trinken und zu erwerben: Rundum konnte mit allen Sinnen genossen werden.

Musikalische Klänge durften gestern beim Umzug nicht fehlen ...

Dabei strahlte nicht nur die Sonne, auch die Königinnen strahlten über das ganze Gesicht, die mit ihren Hofdamen angereist waren. Die amtierende Heidekönigin wurde zum Mittelpunkt vieler Fotomotive. Getoppt wurde das durch den Umzug mit geschmückten Kutschen, Anhängern und Autos. Nach dem spielfreudigen Bevenser Spielmannszug gleich vorweg: Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller mit der weiterhin amtierenden Heidekartoffelkönigin Lisa im weißen VW Käfer Cabriolet, Baujahr 1982.

Dem bunten Treiben gestern war bereits am Freitagabend ein Heidekartoffelabend sowie am nächsten Tag ein Markt rund um die Erdäpfel vorausgegangen. Besonders die alten landwirtschaftlichen Geräte und Fahrzeuge, Zugmaschinen und alte Kartoffelernter wurden am Sonnabend immer wieder bestaunt und von so manchem alten Kenner im Vorbeigehen kommentiert. „So was hatten wir früher auch“, sagt ein älterer Herr beiläufig. „Das war schwere Arbeit. Uns ist sogar ein Pferd, das das Gerät zog vor Erschöpfung zusammengebrochen.“

Mit einem festlichen Gottesdienst zum Erntedank in der Dreikönigskirche begann der gestrige Sonntag. Anschließend wurde die Einladung zum Kartoffelfest der Kirchengemeinde gerne angenommen. Unter den Linden an langen Tischgruppen wurde so mancher frisch gebratene Kartoffelpuffer verzehrt. Der Nachmittag bot Programm auf dem Kirchplatz. Auf der Bühne wurde gesungen, gespielt und getanzt. Die Feuerwehr Bad Bevensens war vor Ort, verteilte Ballons und erläuterte einen Hitzeschutzanzug. Für den Feuerwehrnachwuchs sei es sehr aufregend gewesen, berichtete später Ortsbrandmeister Matthias Wedel. Bürgermeister Martin Feller hieß eine Reihe von Königinnen willkommen, auch den Heidebock aus Westerweyhe mit seinem Reservebock und den amtierenden Schützenkönig mit Begleitung.

Kurz nach 15 Uhr setzte sich dann der lange und festlich geschmückte Umzug in Bewegung – unter dem blauen Himmel und bei Sonnenschein.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare