Bade Dächer aus Bad Bevensen setzt Hamburgs Höfe-Viertel im wahrsten Sinne das Krönchen auf

Eine Kupferspitze geht auf Reisen

+
Per Sondertransport und mit Polizeibegleitung ging die frisch verkleidete Turmspitze auf ihre Reise nach Hamburg. 

ib Bad Bevensen/Hamburg. . Zweieinhalb Monate herrschte in der Werkstatt von Hermann Bade in Bad Bevensen Ausnahmezustand: Für das renommierte Innenstadtprojekt „Stadthöfe“ in Hamburg mussten drei Turmsegmente mit Kupfer bekleidet werden.

Gestern nun war es soweit: Die Bauteile der oberen Turmspitze für den rekonstruierten Eckturm des prächtigen Palais’ gingen mit einem Sondertransport auf die Reise in die Elbmetropole.

Glänzender Einsatz: Zweieinhalb Monate lang herrschte in der Werkstatt Ausnahmezustand.

Das Bevenser „Unternehmen Bade Dächer erhielt Anfang 2016 den Auftrag für die Schiefer- und Metalldächer am Palaishaus. Die Arbeiten, bei denen bis zu 20 Mitarbeiter zeitweise gleichzeitig – selbst bei Wind, Regen und Frost – beschäftigt waren, wurden im Sommer 2016 begonnen“, erinnert Hermann Bade. Jetzt, mit dem Aufsetzen der glänzenden Kupferspitze auf dem rekonstruierten Eckturm, finden sie ihren krönenden Abschluss.

Aus dem schwarzen Stahlskelett zauberten die Bevenser eine funkelnde Kupferspitze.

Im Dezember kam das jetzige Prachtstück noch recht schmucklos daher – angeliefert wurde es den Bevensern als schwarzes Stahlskelett. Dann begannen die Arbeiten der Experten. „Für unsere Spezialisten war das eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, die mit viel Ornamentik ausgestattete Rekonstruktion ausschließlich nach Zeichnungen in äußerst knapp bemessener Zeit umzusetzen“, sagt Hermann Bade. Doch am Ende ist alles gelungen – die fertige Kupferkuppel konnte verladen werden.

Gestern Nachmittag ist es geschafft: Die Spitze ist montiert.

Bereits am Donnerstag wurden Einzelteile der Spitze auf dem Firmengelände in Bad Bevensen auf zwei Tieflader verladen. Gestern Morgen dann war zeitiges Aufstehen angesagt: Um 2 Uhr nachts verließ der Sondertransport mit Polizeibegleitung die Kurstadt in Richtung Hamburg.

An dem entstehenden Höfe-Viertel wurde das Schmuckstück schon erwartet. Mit einem riesigen Kran wurden die drei Einzelteile am Erdboden aufeinandergesetzt, verschraubt und dann als komplettes neun Meter hohes Turmteil auf der bereits fertigen Kuppel des Eckturms montiert. Den krönenden Abschluss bildete eine vom Korb aus montierte vier Meter hohe Turmspitze samt Wetterfahne.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare