Abriss steht bevor

Eigentümer will Gelände der ehemaligen Bevenser Diabetes-Klinik verkaufen

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Erste Maschinen haben vor der leerstehenden Diabetes-Klinik Aufstellung genommen, Bäume werden gefällt.

Bad Bevensen. 15 Jahre wüteten Verfall und Vandalismus in der ehemaligen Bevenser Diabetes-Klinik. Pläne für eine Nachnutzung durch den Eigentümer zerschlugen sich (AZ berichtete). Jetzt tut sich etwas.

Zunächst haben Arbeiter begonnen, Bäume im Nahumfeld des leerstehenden Gebäudekomplexes zu fällen. Ab Montag wird die Klinik entkernt, bis Anfang 2019 wird sie abgerissen. Das bestätigt Bürgermeister Martin Feller.

„Wir sind glücklich über den Abriss“, sagt das Stadtoberhaupt. Der leerstehende Komplex mit verbretterten Fenstern, eingeschlagenen Scheiben und wandhohen Graffiti wird als Schandfleck im Kurviertel empfunden. Deshalb hat Feller vorgeschlagen, dass die Stadt die Immobilie erwirbt und für den Abriss sorgt. Über den Preis sei man sich jedoch nicht einig geworden. Der Eigentümer, ein 45-jähriger Aserbaidschaner, der auch mehrere Hotels in Bad Bevensen erworben hat, bietet die 14 770 Quadratmeter große Immobilie zum Verkauf an.

„Für einen Komplettabriss ist keine Genehmigung erforderlich“, erklärt Kreis-Sprecher Martin Theine auf AZ-Nachfrage. Allerdings dürfen die Bäume außerhalb des direkten Baufelds nicht beseitigt werden. Der Komplex steht im Waldgebiet Klaubusch, direkt am hohen Ufer der Ilmenau – eine attraktive Lage.

Einfach Wohnungen hinstellen, geht jedoch nicht: Der Bebauungsplan legt hier Klinikgebäude fest, könnte aber möglicherweise für besondere Wohnformen geändert werden, so Feller.

Von Gerhard Sternitzke

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