Rege Teilnahme bei Informationsabend zur Zukunft der Benecke-Wiese in Bad Bevensen

Drei Varianten einer Studie

Variante I: Der erste Vorschlag, bezeichnet mit dem Begriff „Obstbäume“, zeigt eine Bebauung, bei der die Benecke-Wiese mit den vorhandenen Wegebeziehungen als grüne Wiese erhalten bleibt und mit Obstbäumen bepflanzt wird. Foto: Privat, Jansen

Bad Bevensen. „Gibt es schon eine Vormerkliste?“ Nicht wenige Bürger waren zu dem Informationsabend zur Zukunft der Benecke-Wiese in Bad Bevensen gekommen, um sich ganz konkret mit einem neuen Wohnkonzept auseinander zu setzen.

„Eine überraschende Erkenntnis“, so Bürgermeister Martin Feller am Ende der zweistündigen Präsentation einer Studie, die betroffenen Bürgern einen möglichst frühen und offenen Austausch zur künftigen Nutzung der Benecke-Weise bieten sollten.

„Annäherung“, hieß das Programm am Freitagabend im Kurhaus, das Bürgermeister Feller und Stadtbauamtsleiter Roland Klewwe unterstützt von Architekt Martin Bockelmann präsentierten. Anlieger der sogenannten „Benecke-Wiese“ und andere interessierte Bürger nahmen die Präsentation verschiedener Studien zur Kenntnis, die zeigen sollten, in welcher Weise sich das Grundstück verändern könnte, wenn sich ein Investor fände, der das Grundstück von der Stadt abkaufen wollte. Der erste Vorschlag, bezeichnet mit dem Begriff „Obstbäume“, zeigte eine Bebauung, bei der die Benecke-Wiese mit den vorhandenen Wegebeziehungen als grüne Wiese erhalten bliebe und mit Obstbäumen bepflanzt werde, erläuterte Bockelmann eine von drei Studien. „Jeder Wohneinheit wird ein Obstbaum zugeordnet“, erklärt Bockelmann, die gemeinschaftlich genutzte Obstwiese bilde einen halböffentlichen Bereich, die von den Bewohnern als gemeinschaftliche Begegnungsräume genutzt werden könnten.

Dabei werde der Anteil an versiegelter Fläche auf ein Minimum reduziert, auf die Gebäude und die Wege mit wassergebundenen Flächen angelegt werden. Ohnehin stünden ökologische Aspekte im Vordergrund, betonten Feller, Klewwe und Bockelmann hinter dem liebevoll vorbereiteten Modell mit drei Varianten. „Touristische Aspekte“, die ein Bürger bei allen drei Studien vermisste, standen zunächst gar nicht zur Frage. „Es handelt sich ausschließlich, um drei Varianten einer Studie“, musste Stadtbauleiter Klewwe mehrfach wiederholen: „Die Investitionen für eine Beplanung wären zu diesem Zeitpunkt nicht zu rechtfertigen.“ Denn bislang ist das Grundstück nicht einmal Bauland, sondern vor einigen Jahren – nach hitzigen Diskussionen, ob man auf der Wiese zusätzlichen Parkraum schaffen oder kostspielige Grünflächen anlegen könnte – einfach dem Grüngürtel zugeschlagen worden, erinnert Klewwe an den Ursprung der langjährigen Nutzung der Fläche.

Von Angelika Jansen

Mehr dazu lesen sie in der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare