Ein Schreiben nach Hannover

Rückwärtsfahrten von Müllfahrzeugen: BfB schaltet Landesbeauftragte ein

Horst Friedrich mit der Mülltonne, die nicht mehr in der Stichstraße abgeholt wird.
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Das Horst Friedrich aus Medingen seine Tonne bis zur nächsten Straße ziehen muss, weil das Müllfahrzeug seine Straße nicht mehr anfährt, will die BfB rückgängig machen. Daher wurde auch ein Brief nach Hannover geschrieben.
  • Lars Lohmann
    VonLars Lohmann
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Die Bürger für Bevensen (BfB) haben jetzt in der Diskussion über die Entscheidung des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB), künftig keine Sackgassen ohne Wendemöglichkeit mehr mit ihren Fahrzeugen anzufahren, die Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen eingeschaltet.

Bad Bevensen - „Wir befürchten, dass alte und behinderte Menschen durch die Regelung des AWB benachteiligt werden. Und hoffen, so Klarheit zu bekommen“, sagt Hans-Bernd Kaufmann. Sie seien immer wieder von älteren Bevensens darauf angesprochen worden und hätten sich daher dazu entschieden, die Landesbeauftragte einzuschalten. „Älteren und Behinderte kann es nicht zugemutet werden, eine Tonne mehrere hundert Meter zu einem Sammelplatz zu schieben“, sagt Kaufmann.

Inzwischen hat es auch eine Antwort aus Hannover auf das Schreiben der BfB gegeben, in der auf die zurzeit stattfindende Neufassung des Niedersächsischen Behindertengesetzes durch den Landtag hingewiesen wird. „Die Antwort der Landesbeauftragten und die Neufassung interpretieren wir so, dass es sich um ein landesweites Problem handelt, dass jetzt auf diesem Wege gelöst werden soll“, sagt Kaufmann. Dies sollte jetzt auch Anlass dazu sein, dass sich der Landkreis mit Lösungsmöglichkeiten des Problems auseinandersetzt.

Einzelne Regelungen des Gesetzesentwurfs würden zudem auch zeigen, dass der Landkreis spätestens mit der Verabschiedung der Neufassung handeln müsste. „Andere Regionen sind da schneller gewesen und haben schon längst reagiert“, sagt Kaufmann und verweist auf die Stadt Osnabrück, die kleinere Müllfahrzeuge angeschafft hat, damit auch Sackgassen angesteuert werden können.

Die Hoffnung sei jetzt, dass der Landkreis die Antwort aus Hannover zum Anlass nehmen wird, noch einmal über die bestehenden Regelungen nachzudenken und somit wieder Bewegung in die Angelegenheit kommt. Denn es müsse eine Lösung geben..

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