Bestandsauflösung verzögert sich/ Kreisveterinäramt wartet auf Kaufvertrag der Wildtierstation Hamburg

Damwild bleibt vorerst in Addenstorfer Gehege

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(Symbolfoto)

mj Addenstorf. Sichtlich überrascht wirkte Dr. Jörg Pfeiffer, Leiter des Kreisveterinäramtes. Eigentlich sollte gestern der Bestand des Addenstorfer Wildgeheges fristgerecht aufgelöst werden (die AZ berichtete).

Doch nun bleiben die Tiere vorerst auf dem Grundstück bei Jelmstorf. Wie Christian Erdmann, Geschäftsführer der Wildtierstation Hamburg, zuvor gegenüber der AZ-bestätigte, nimmt seine Einrichtung die Wildtiere auf.

Die Wildtierstation als neuer Besitzer der Tiere sei nach eigener Aussage vor Ort gewesen, hätte jedoch die Tiere nicht abtransportieren können, sagte Dr. Pfeiffer. Nun wolle sich das Kreisveterinäramt den Kaufvertrag zukommen lassen. Danach werde sich das Amt an den neuen Besitzer wenden und eine entsprechende Verfügung zur Auflösung des Bestandes erlassen. Die Frist werde 14 Tage betragen, so Pfeiffer. „Es war uns nicht möglich, die Tiere zu narkotisieren und abzutransportieren“, erklärte Erdmann gegenüber der AZ. Die Tiere seien einfach „zu scheu und verschreckt“. Daher wollen er und seine Mitarbeiter in den kommenden Tagen einen der vorhandenen Ställe umbauen, um von dort aus die Tiere mittels eines Tiertransportunternehmens abzuholen. „Wir bemühen uns, es schnellstmöglich hinzubekommen.“ Bis dahin werde ein Mitarbeiter die Tiere füttern und für Tränkwasser sorgen, versicherte Erdmann.

Wie berichtet, sollten die Tiere in einem ersten Anlauf von einem Gnadenhof aufgenommen werden. Dieser hatte jedoch nach Aussage des Kreisveterinäramts Uelzen sowie des Landkreises Overhavel nicht über die entsprechenden Voraussetzungen verfügt.

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