Klinik am Niendorfer Weg weiht neues Caduceus-Zentrum ein / Heute Tag der offenen Tür

Damit die Seele gesund bleibt

Viel Holz und harmonische Formen – das Caduceus-Zentrum wird heute eingeweiht.

Bad Bevensen. Das Caduceus-Zentrum ist ein 16-eckiges Gebäude, ein nahezu runder Holzbau, gebaut nach baubiologischen Gesichtspunkten, mit einer Fläche von 350 Quadratmetern.

Es liegt in einer Lichtung mit Biotop, Streuobstwiese und Grünfläche, eingebettet in den Niendorfer Wald, gleich neben der Caduceus-Klinik Bevensen. Dieses Zentrum wird am heutigen Mittwoch offiziell eröffnet. Mit Fördermitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung wurde es Peter Findeisen möglich, dieses Zentrum für rund 500 000 Euro zu bauen, das nunmehr von seiner Ehefrau Karin Püscher-Findeisen betrieben wird.

„Hier laufen Seminare, Fortbildungen, Trainings und Retreats“, fasst Karin Püscher-Findeisen die Angebote zusammen, die dieses Gebäude mit Leben füllen sollen. „Es geht um Gesunderhalt der Seele.“ Auf Nachhaltigkeit bedacht werden hier Eigenerfahrung, Wissen und Fertigkeit einfühlsam mit verschiedenen Methoden vermittelt, um beispielsweise Stress besser bewältigen zu können, gestärkt zu sein, damit ein Burn-out gar nicht erst entsteht.

Psychologen, Fachärzte, Meditationslehrer und Verhaltens-trainer stehen in einem Mitarbeiterteam, bestehend aus gut 15 Fachleuten, bereit. „Insbesondere Lehrer, Ärzte und Menschen in sozialen Berufen und leitenden Positionen finden hier Möglichkeiten, Kraft für sich zu schöpfen, vor allem auf emotionaler Ebene“, erklärt Peter Findeisen. Gerade im Bereich seelischer Gesundheit sei es wichtig, auch präventiv für sich Verantwortung zu übernehmen, um nicht in Krisen und Krankheiten zu kommen.

Fähigkeiten und Herausforderungen in dieser Vorbeugung, etwa um nicht in ein Burn-out und nachfolgend in Depression zu geraten, liegen oft im Bereich des Sich-selber-Kennenlernens, der Eigenwahrnehmung, der Haltung anderen gegenüber. „Erste Erschöpfungszeichen zeigen schon an, dass sich da etwas verändert, aus dem Gleichgewicht gerät“, weiß Findeisen. Innenreisen, humanistisch orientierte Psychotherapie, Meditation, kulturübergreifende Methoden und Übungen verschiedenster Art schaffen Brücken zu Regeneration, Neuorientierung, Weiterentwicklung und Sinnfindung. Näheres wird dazu bei der Eröffnung zu erfahren sein.

Das Zentrum hat sein besonderes inhaltliches Konzept und vor allem auch sichtbar sein besonderes Äußeres samt Gestaltung. Form, Holz, dreifach verglaste, ganz hohe Fenster, Lehmwände, Holzmöbel, Beleuchtung mit LED-Technik und auch die Hackschnitzel- und Pelletheizung zeigen besondere Handschrift. Mit dem neuen Caduceus-Zentrum ist nicht nur viel investiert worden, um ein besonderes Angebot des Ehepaars Findeisen bieten zu können, sondern es wurden auch Arbeitsplätze geschaffen.

Gelegenheit zum Kennenlernen von Gebäude und Team ist heute ab 15 Uhr. Auf der Eröffnungsfeier wird nach Begrüßungsworten von Professor Dr. Tom Holmes zum passenden Thema „Stressmanagement – oder die Kunst, sich selbst besser zu verstehen und die eigene Mitte wieder zu finden“ ein Vortrag gehalten.

Ab etwa 16.30 Uhr ist ein Rundgang durch das Zentrum vorgesehen. Gäste sind willkommen.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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