„Sonst wird man abgehängt“

Bürgermeisterkandidat Czerwinski fordert Investitionen in die Bevenser Therme

+
So stellt sich die Jod-Sole-Therme selbst dar: Außenbecken mit Nackenduschen. CDU-Bürgermeisterkandidat Andreas Czerwinski hält Investitionen vor allem ins Außenbecken für dringend erforderlich.

Bad Bevensen – Bad Bevensen, das ist die Therme. Mit der Entdeckung der Jod-Sole-Quelle begann Ende der sechziger Jahre der Aufschwung zum Gesundheitsstandort und zur Kurstadt. Die Einrichtung ist Ziel für Besucher aus der Region und von weither.

Sie sorgt dafür, dass Gäste auch im Winter an die Ilme-nau kommen. Doch wie attraktiv ist die Therme noch? Andreas Czerwinski, CDU-Kandidat für den Posten des Samtgemeindebürgermeisters in Bevensen-Ebstorf, fordert jetzt grundlegende Modernisierungen.

„In Lüneburg und Soltau werden die Thermen umgebaut, angepasst an aktuelle Bedürfnisse“, sagt Czerwinski. „Gerade der Außenbereich der Therme ist seit Jahren unangetastet. Er ist nicht mehr zeitgemäß.“ Hier müsse es neue Attraktionen geben, weg vom Schwimmbecken-Charakter, hin zum Erlebnisbad, schlägt der Kandidat vor, der selbst Bevenser ist. Vorstellen könnte er sich etwa einen Wasserfall mit einer Grotte: „Elemente, die zum Verweilen einladen. Es darf deutlich verspielter sein.“

Zur Finanzierung verweist Czerwinski auf millionenschwere EU-Förderprogramme. Um das jährliche Defizit zu reduzieren, das von den beiden Gesellschaftern der Kur-GmbH, des Landkreises Uelzen und der Stadt Bad Bevensen, getragen wird, müsse man jetzt den Mut haben, zu investieren, so Czerwinski. „Sonst wird man von anderen touristischen Standorten abgehängt.“

Im Zusammenhang mit der Therme rät er, noch einmal – wie es derzeit geschieht – einen Investor für ein Thermenhotel zu suchen – ein Hotel mit einer attraktiven Gastronomie und ansprechenden Einkaufsmöglichkeiten. Dieses Thermenhotel sei umso wichtiger, als Bevensen in den vergangenen Jahren Bettenkapazitäten verloren habe. Dabei müssten auch die Geschäftsführer der Hotels in der Kurstadt eingebunden werden.

Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller betont, dass schon in den vergangenen Jahren viel Geld in die Therme, etwa in die Sauna, investiert worden sei. „Im Außenbecken könnte man neue Attraktionen dazubauen, aber das ist nicht die erste Priorität“, sagt der Grünen-Politiker und Konkurrent von Czerwinski. Wichtig seien ein attraktiver Eingang und eine Verbesserung der Gastronomie. Eine neue Fassade mit einem barrierefreien Eingang werde 2019 gebaut.

In Sachen Gastronomie sollten die Betriebe in Therme und Foyer zusammenarbeiten, um Kosten zu sparen und das Angebot zu verbessern. Wünschenswert wäre für Feller auch eine Verlagerung in Richtung Kurpark. „Das ist eine schöne Ecke, wo man in der Sonne seinen Kaffee trinken könnte.“

VON GERHARD STERNITZKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare