Bad Bevenser Arbeitskreis zur A 39 fordert Politik dringend zum Handeln auf / Heute Ratssitzung

Bürger drängen auf Einflussnahme

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Marion Baum (links) macht sich für den A-39-Arbeitskreis stark – hier bei der großen Inforveranstaltung zum Autobahnprojekt im Bad Bevenser Kurhaus. 

ib Bad Bevensen/Groß Hesebeck. Neue Details im Hinblick auf den Bau der A 39 gab es bei der jüngsten Sitzung des Begleitarbeitskreises der Stadt Bad Bevensen jetzt zur Verlegung der Kreisstraße 41 (Römstedt-Groß Hesebeck).

Die Vorsitzende des Arbeitskreises, Marion Baum, berichtete von Informationen der Planungsbehörde, wonach besagte Kreisstraße vom Parkplatz bei Gollern durch die Straße Im Brückfeld führen und den Pkw- und Schwerlastverkehr an der Einmündung auf die Landesstraße 252 von Röbbel aus weiter verteilen soll. „Die Landesstraße 252 selbst soll mitsamt dem Radweg mit erheblicher Steigung im Bereich des bisherigen Sportplatzes über die Autobahn hinweg geführt werden, es entstünde dort also ein weiteres monumentales Bauwerk“, so Baum.

In der anschließenden Diskussion forderten die Anwesenden die Politik dringend zum Handeln auf. „Dies beinhaltet die umgehende Aktivierung der rechtsanwaltlichen Vertretung, da die Auslegung der Planungsunterlagen für Abschnitt 2 im Frühjahr 2018 erfolgt und die Interessen der Stadt Bad Bevensen damit massiv berührt werden“, verdeutlicht Marion Baum. „Der Variantenvergleich der in Abschnitt 3 festzulegenden Streckenführung wird Teil dieser Auslegungsunterlagen sein“, gibt sie zu bedenken.

Die Befürchtungen des Arbeitskreises sind folgende: Die ins Gespräch gebrachte Favorisierung einer Trassenalternative könnte zeitlich mit der Umbildung des neu zu wählenden Stadtrats kollidieren und damit dem Einfluss der Politik entzogen sein. Marion Baum warnt: „Eine Zusage der Planungsbehörde oder politischer Entscheidungsträger, dass Abschnitt 2 und 3 gemeinsam geplant, gebaut und für den Verkehr freigegeben werden, gibt es nicht! Ein Baustopp bei Römstedt hätte massive Auswirkungen auf die Stadt.“ Auch über die Anzahl der Autobahnanschlüsse sollte nach Auffassung des Arbeitskreises jetzt politische Einigung erzielt werden, um dies gegenüber den Straßenplanern zu vertreten.

„Diskussionsbeiträge zum Thema Landwirtschaft, Jagd und Bauplanung zeigten während der Arbeitskreissitzung, dass eine konkrete Information und Einbeziehung aller Bad Bevenser Bürger in weit größerem Ausmaß als bisher erfolgen muss“, resümiert die Vorsitzende. Viele Einwohner seien sich ihrer Betroffenheit nicht bewusst und müssten zur Wahrung ihrer Rechte Einwendungen formulieren.

Am heutigen Donnerstag wird der Bad Bevenser Stadtrat ab 18 Uhr im Gasthaus Schmidt in Groß Hesebeck über seine Position zur A 39 beraten.

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