Feuer in Discounter: Landgericht verurteilt 18-jährigen Bevenser

Brandstifter in Psychiatrie

Tatort Brückenstraße: Die Polizei fasste den Brandstifter noch am selben Tag. Archivfoto: ib

dpa/lni/ib Bad Bevensen. Ein 18-Jähriger aus Bad Bevensen ist gestern vom Landgericht Lüneburg zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verurteilt worden.

Der junge Mann hatte im April dieses Jahres in einem Ein-Euro-Discounter in der Bevenser Innenstadt Feuer gelegt und damit einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst.

Wegen einer Persönlichkeitsstörung sei der geständige junge Mann für die Tat nur bedingt verantwortlich, befanden die Lüneburger Richter. Die Jugendkammer sah in dem Angeklagten eine emotional instabile Persönlichkeit, die sich im Moment der Tat krankheitsbedingt entladen hätte. Der Staatsanwalt hatte auf eine anschließende Jugendstrafe plädiert.

Der 18-Jährige hatte in den Verkaufsräumen des Discounters, für den er arbeitete, mit einer Zigarette einen Haufen Hasenstreu in Brand gesetzt. Damals entstand ein Sachschaden von rund 300 000 Euro. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sahen sich einer besonders anspruchsvollen Situation ausgesetzt, denn durch die dichte Innenstadtbebauung und die schlauchförmigen Räume an der Bevenser Brückenstraße gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Personen wurden bei dem Großbrand nicht verletzt.

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