Ja zum Brandschutz

Über die Notwendigkeit von Brandschutzmaßnahmen an der Himberger Grundschule gibt es keine zwei Meinungen – knapp 1,5 Millionen Euro werden dafür investiert.

Himbergen - Von Ines Bräutigam. Die Grundschule in Himbergen soll brandschutztechnisch auf aktuellen Stand gebracht werden. Die hierfür mit einem Sperrvermerk im Haushalt der Samtgemeinde Bevensen veranschlagten knapp 1,5 Millionen Euro sollen zur Verfügung gestellt werden. Das haben die Mitglieder des Schulausschusses am Dienstag einstimmig – bei einer Enthaltung von FDP-Ratsherr Horst Baalhorn – dem Samtgemeindeausschuss empfohlen. Dieser wird am 20. Mai zu diesem Thema beschließen. Stimmt der Samtgemeindeausschuss zu, soll im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden.

Ein Arbeitskreis, der auf Initiative des Schulausschusses gegründet worden war, hatte in drei Sitzungen die Brandschutzmaßnahmen beraten und letztendlich befürwortet. Fünf Punkte stehen im Mittelpunkt der 1,5-Millionen-Euro-Investition: 1. Schaffung der zweiten Fluchtwege in den Obergeschossen; 2. Bildung von Brandschutzabschnitten; 3. Komplette Erneuerung der Elektroinstallation; 4. Installation einer Blitzschutzanlage; 5. Installation einer ordnungsgemäßen Hausalarmierung. Nicht enthalten ist dabei eine energetische Sanierung, die weitere 2 Millionen Euro kosten würde, rechnete Bauamtsleiter Roland Klewwe vor.

Einsparungen bei dem Brandschutz-Paket in Höhe von etwa 300 000 Euro könnten nur erzielt werden, wenn einzelne Gebäudeteile nicht mehr für schulische Zwecke genutzt werden, so Klewwe. Vor dem Hintergrund rückläufiger Schülerzahlen könnten somit bis zum Abschluss der Arbeiten Ende kommenden Jahres ein Obergeschoss mit drei Klassenräumen und 2015 das entsprechende Untergeschoss außer Betrieb genommen werden.

2015 wurde deswegen als weiteres Planungsziel gewählt, weil die Prognosen so lauten, dass bis dahin von zurzeit acht Klassen an der Grundschule Himbergen noch sechs Klassen übrig bleiben und die Anzahl der Schüler von 171 auf voraussichtlich 109 sinken wird. „Es sieht so aus, als wenn alle Seiten mit diesem Kompromiss leben können“, resümierte die Schulausschussvorsitzende Witta Alberternst (SPD). Denn alle Teilnehmer der Arbeitsgruppe haben dieses Konzept als Planungsgrundlage akzeptiert.

Mehrheitlich ist die Bevenser Samtgemeindepolitik dafür, den Schulstandort in Himbergen zu erhalten. Das Schulentwicklungsgutachten für den Landkreis Uelzen empfiehlt, wie berichtet, die Himberger Grundschule lediglich als Teilstandort weiterzuführen. Der Grundschulstandort Altenmedingen, so empfiehlt das Gutachten, sollte neben Molzen, Gerdau, Lüder und Soltendieck aufgegeben werden. Die Waldschule sollte als einzige Grundschule in der Samtgemeinde Bevensen erhalten bleiben.

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