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„Born to be Meiselgeier“: Jubiläumstour führt Rockband ins Bevenser Vakuum

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Die Band „Meiselgeier“ macht schon seit 50 Jahren Musik. Mittlerweile gibt es sogar eine Biografie über die Rock-Gruppe.
Die Band „Meiselgeier“ macht schon seit 50 Jahren Musik. Mittlerweile gibt es sogar eine Biografie über die Rock-Gruppe. © Monika Buhr

Die Wendland-Band „Meiselgeier“ hat anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens im Bevenser „Vakuum“ gerockt und ihre Fans begeistert. Die bekamen Songs von Deep Purple, Jimi Hendrix oder den Rolling Stones zu hören. 

VON MONIKA BUHR

Bad Bevensen – Wenn eine Band 50 Jahre gemeinsam Musikgeschichte schreibt, ist das schon etwas Besonderes – und auf jeden Fall eine Jubiläumstour wert. So hat „Meiselgeier“ aus dem Wendland nicht nur in ihrer Heimat Platenlaase gefeiert, sondern auch im Vakuum in Bad Bevensen alle Freunde der Rockmusik mit einem tollen Konzert begeistert.

Premiere war dabei die Lesung des Autors Sven Rohde zu Beginn, der die Band erst vor ein paar Jahren durch seine Leidenschaft für Hüte kennengelernt hat und beim Konzert in Platenlaase erkrankt war. Als Biograf war er von der Entstehungsgeschichte begeistert und hat diese in seinem Buch „Born to be Meiselgeier“ festgehalten.

„Das Gefühl für Musik ist einfach da

„Erstaunlich, was wir so alles erlebt haben, hätten wir gar nicht gedacht“, erzählt Sänger Christian Lammers. „Da ist schon einiges zusammengekommen“, ist auch Schlagzeuger Sebastian „Zap“ Meyer erstaunt. „Wir haben immer mal in wechselnden Zusammensetzungen gespielt und alle Musiker zu unserem Jubiläumskonzert eingeladen. Hartwin Rudkowski ist sogar extra aus Frankfurt angereist und sofort eingestiegen. Das Gefühl für Musik ist einfach da“, ergänzt Hammond-Orgel-Spieler Andreas Sauck.

Die Gründer-Brüder der Band, Bernd und Uwe Rathje, haben gemeinsam mit dem Bassisten Volker Christ den ungewöhnlichen Namen der Band beim Fernsehfilm mit Inge Meysel entwickelt. Reimen war angesagt – und dann entstand nach mehreren genossenen Getränken „Meiselgeier“. Heute ist Alkohol in der Band kein Thema mehr. „Wir sind ja auch vernünftiger geworden – und ohne rockt es sich auch leichter“, wissen die Musiker.

Start mit „Smoke on the water“

„Ihre Musik ist ein Schrei nach Freiheit, nach Hoffnung auf bessere Zeiten. Denn im Wendland war früher auch karges Leben angesagt. Genau wie ihre Idole Jimi Hendrix oder Carlos Santana, die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind“, liest der Autor weiter vor. „Musik gibt Hoffnung und Energie für mehr, ist laut und ungestüm!“ Und das lieben auch die Besucher im Vakuum, das an diesem Sonnabend ausverkauft war.

Schon bei den ersten angesagten Tönen am Ende der Lesung „Dab dab da, dab dab da da“ war klar, das „Smoke on the water“ gemeint war. Alle stimmten ein.

Und so ging der Abend weiter: Rocksong reihte sich an Rocksong. Deep Purple, Jimi Hendrix, die Rolling Stones und weitere große Namen wechselten sich ab. Begeisterung pur herrschte beim Publikum, aber auch bei den Musikern selbst: „Die Jubiläumstour wird nach angemessener Erholungspause auf jeden Fall fortgesetzt!“ mob

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