Boom bei Ferienwohnungen

In den Betten der Bad Bevenser Vermieter übernachteten im ersten Halbjahr dieses Jahres knapp 1400 Gäste mehr als im gleichen Zeitraum 2009.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam. Nach einem verhaltenen Start ins Jahr haben sich die Übernachtungszahlen in Bad Bevensen im ersten Halbjahr doch noch positiv entwickelt. „Januar und Februar waren katastrophal“, sagt Uwe Winter, Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing (BBM) GmbH. Danach aber ging es bergauf. So wurde im März ein Plus von 4,8 Prozent verbucht, im April waren es 7,3 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat.

Von Januar bis Juni konnte bei den Übernachtungszahlen insgesamt ein schwacher Zuwachs im Vergleich zu 2009 erreicht werden. Die Gästezahlen stiegen derweil um 6,7 Prozent an. Für Uwe Winter sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: „Wir brauchen immer mehr Gäste, um die gleichen Übernachtungszahlen zu erreichen, weil die durchschnittliche Verweildauer sinkt.“

Auffällig in der Halbjahresbilanz sind die sprunghaft angestiegenen Gäste- und Übernachtungszahlen bei den Ferienwohnungen. Vor allem das Angebot „ThermePlus“, das den kostenlosen Eintritt in die Jod-Sole-Therme beinhaltet, hat den Vermietern von Ferienwohnungen einen satten Zuwachs beschert: Wurden hier 2009 noch 5275 Übernachtungen im ersten Halbjahr registriert, sind es jetzt bereits 8010. Das macht einen Anstieg von 51,8 Prozent aus.

Genauso deutlich der Sprung bei der Gästeanzahl: Hatten im ersten Halbjahr 2009 noch 574 Gäste eine Bevenser „ThermePlus“-Ferienwohnung als Urlaubsdomizil ausgewählt, sind es im ersten Halbjahr 2010 979 Gäste – das macht ein Plus von 70,6 Prozent. Uwe Winters Rechnung, der stets prophezeit hatte, dass Kleinstvermieter von dieser Pauschale profitieren würden, ging also auf. „Wir haben so viele Ferienwohnungen in Bad Bevensen, die alle etwas davon haben könnten“, appelliert der BBM-Geschäftsführer, das „ThermePlus“-Angebot auch wahrzunehmen. Der Bevenser Ferienwohnungsmarkt könnte so massiv vorangebracht werden und bietet große Chancen, auch für die gesamte Stadt – schließlich wird hier die längste Aufenthaltsdauer verbucht.

Erstmals, betont Uwe Winter, weisen diese Zahlen übrigens die reinen Übernachtungs- und Gästezahlen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen aus – ohne die bisher in diese Statistiken integrierten Übernachtungen in den Bevenser Kliniken. „Auf die Klinik-Zahlen“, so Winter, „haben wir nämlich logischerweise keinen Einfluss.“

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