Die Landesgartenschau 2026 soll einen Stimmungswechsel bewirken

Blumen gegen den Bevensen-Blues

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Die Landesgartenschau soll Menschen begeistern – wie bei den Kurparknächten. 

Bad Bevensen – Es ist das jährliche Lamento. Die Übernachtungszahlen sind weit entfernt von der Million der achtziger Jahre, als Gäste noch zwei bis drei Wochen an der Ilmenau kurten. Alle Bemühungen und Investitionen haben das bisher nicht ändern können.

Hans-Peter Hellmanzik nennt das den Bevenser „Niedergangs-Blues“. Von der Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 hofft er sich einen Stimmungswechsel, wie er am Donnerstag im Stadtrat erklärte.

Hans-Peter Hellmanzik, SPD-Fraktionsvorsitzender

„Wir haben uns zu lange ausgeruht und gemütlich eingerichtet. Haben nötige Veränderungen, Modernisierungen, Sanierungen verschlafen, verschleppt und als unnötig abgetan“, kritisiert der SPD-Fraktionsvorsitzende. Mit dieser Mentalität müsse nun Schluss sein. Mit der Bewerbung für die Landesgartenschau wolle man die Begeisterung der Bürger für ihre Heimatstadt sichtbar machen. „Wir brauchen die Landesgartenschau, um einen Entwicklungssprung zu vollziehen, für den wir sonst – wenn überhaupt – Jahrzehnte gebraucht hätten“, meint Hellmanzik.

In seiner Diagnose der Bevenser Mentalität stimmen Grüne und BfB ihm nicht zu, aber der Antrag von SPD, CDU und FDP wird einstimmig beschlossen – Finanzierbarkeit vorausgesetzt. „Es muss ein Mehrwert für die Stadt sein“, betont Katja Schaefer-Andrae (Grüne). „Trotzdem sehen wir große Chancen und Potenzial.“

VON GERHARD STERNITZKE

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