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Ab Jahreswechsel haben Bevenser Betriebe eine gemeinsame Vertretung / Ideen gegen Mitarbeitermangel

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Rolf Behn (links)  und Friedrich-Wilhelm Sündermann in der Bevenser Innenstadt.
Rolf Behn (links) vom Verein Bad Bevensen Wirtschaft und Tourismus und Friedrich-Wilhelm Sündermann von der Werbegemeinschaft sehen große Vorteile in der Fusion. © Sternitzke, Gerhard

Wer spricht eigentlich für die Bevenser Wirtschaft? Für Außenstehende schwer verständlich tritt sie in der Kurstadt gleich zweimal auf, in Form der Werbegemeinschaft und des Vereins Bad Bevensen Wirtschaft und Tourismus. Das ändert sich zum Jahresende. Beide Vereine fusionieren zu Bad Bevensen Wirtschaft und Tourismus und führen dabei einen Generationswechsel durch. Das haben die Mitglieder in zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen Ende November beschlossen.

Bad Bevensen – Die Werbegemeinschaft ist der traditionelle Zusammenschluss der Einzelhändler und Gastronomen in der Innenstadt, zuständig unter anderem für die Weihnachtsbeleuchtung. Der Verein Bad Bevensen Wirtschaft und Tourismus, der auch die verkaufsoffenen Sonntage organisiert, vertritt auch die Hoteliers und hält 40 Prozent an der städtischen Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM).

„Jeder hat seinen Part gemacht“, erzählt Friedrich-Wilhelm Sündermann von der Werbegemeinschaft, die derzeit 95 Mitglieder zählt. „Wir haben in der Werbegemeinschaft immer tolle Arbeitsgruppen“, findet Rolf Behn von Bad Bevensen Wirtschaft- und Tourismus. Sie sollen auch nach der Fusion erhalten bleiben. Viele Gewerbetreibende waren bereits in beiden Vereinen aktiv. Als Konkurrenz habe man sich nie gesehen, versichern die beiden Vorsitzenden.

Vorstandsämter sind schwer zu besetzen

Der Zusammenschluss wurde bereits vor drei Jahren angeschoben. Das Problem ist das gleiche wie in vielen Vereinen der Region: „Keiner hat mehr Lust, Vorstandsarbeit zu machen“, betont Behn (69), der seit 16 Jahren im Amt ist. „Keiner will den Posten haben.“ Sündermann (70), seit zwölf Jahren Vorsitzender, sagt: „Irgendwann ist Schluss.“

Vor dem Amtsende wollen beide jedoch geordnete Verhältnisse hinterlassen. Mit der Fusion ist nur noch die Hälfte der Ämter zu besetzen. Ein Nachfolger für die Spitze ist bereits gefunden. Der Verein hat zusammen 140 Mitglieder.

Neue Führung

„Wir haben unsere Wirtschaftskraft gebündelt, können leichter Mittel planen“, erklärt Behn. „Wir verschlanken unsere Strukturen.“ Ideen für den neuen, fusionierten Verein gibt es, die möchte man aber der neuen Führung überlassen. „Visionen, das nehmen wir uns nicht raus“, sagt Behn.

Aber er nennt doch die Problemstellungen, mit denen die Betriebe in Bad Bevensen zu tun haben. „Unser größtes Problem sind die Mitarbeiter. Wie stellen wir den Ort auf, um neue Mitarbeiter zu gewinnen?“, fragt Behn. Dabei geht es auch um bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende oder um kleine Anreize wie ein Abo fürs örtliche Fitnessstudio. Auf der anderen Seite ist man bemüht, Ladenleerstände in der Kurstadt schnell zu beheben.

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