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Bevenser Therme wird ab September teurer

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Geschäftsführer Torsten Krier in der Schaltzentrale der Therme.
Geschäftsführer Torsten Krier in der Schaltzentrale der Jod-Sole-Therme Bad Bevensen. Wegen der explodierenden Energiekosten erhöht die Kurgesellschaft die Preise zum September. © Sternitzke, Gerhard

Die Besucher der Bevenser Jod-Sole-Therme müssen sich zum September auf höhere Preise einstellen. Der Zwei-Stunden-Tarif steigt um 2 Euro auf 12 Euro, der dreistündige Aufenthalt verteuert sich um einen Euro.

Bad Bevensen – Die Kurgesellschaft begründet die Preisanpassung mit den explodierenden Energiekosten und der allgemeinen Preissteigerung. Die Kinder- und Jugendtarife sowie Familienkarten sind von der Preiserhöhung ausgenommen.

Thermen-Chef erwartet Verdreifachung der Gaspreise

„Die letzte Preiserhöhung hatten wir vor zehn Jahren“, betont Geschäftsführer Torsten Krier. „Wir haben schon versucht, die Preise konstant zu halten, indem wir Energiekosten gespart und das Personal nicht erhöht haben.“ Corona und die Auswirkungen seien nicht zu planen gewesen. Jetzt kämen die Energiepreise dazu. „Wir können nichts mehr kompensieren“, sagt Krier. „Beim Gas gehen wir von einer Verdreifachung der Preise aus, und das muss nicht das Ende der Fahnenstange sein.“

Jahresbedarf von 10 Millionen Kilowattstunden Energie

Die Therme verbraucht jährlich 10 Millionen Kilowattstunden Energie, um die Pumpen anzutreiben und 1000 Quadratmeter Wasserflächen auf eine Temperatur von 32 bis 35 Grad aufzuheizen. „Es ist ein riesiger technischer Aufwand. Um den Anteil fossiler Energieträger weiter zu reduzieren, befindet sich die Kurgesellschaft auch im Gespräch mit dem Landwirt, der das Biogas für das Blockheizkraftwerk liefert.

Zudem hofft die Thermenleitung, durch die Umgestaltung der Saunalandschaft (2022/2023) und den Neubau des Freibeckens eins (2024) den Verbrauch zu senken. Allein die Verkleinerung und Umgestaltung des Freibeckens eins soll den Verbrauch um bis zu 40 Prozent drücken. „Wir sagen immer: Jede Krise hat eine Chance“, meint Krier. „Wir wollen diese Krise nutzen. Wir wollen unseren Beitrag leisten, dass es weitergeht.“

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