Ersatzteile verzögern Badestart

Bevenser Rosenbad für 260.000 Euro saniert –  Moderne Pumpen sparen Energie

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Badleiter Dominik Wolf (links) mit Monteur Thomas Puschner im Herzstück des Rosenbads, dem Pumpenraum unter dem Springerbecken. 

Bad Bevensen – Eine schmale Treppe führt in den Keller unter dem Springerbecken. Kabel liegen wie Schlingen auf dem Boden. Den Kopf muss man einziehen. Unten ein einziger enger Raum wie ein Bunker. Er ist das Herzstück des Bevenser Rosenbads.

Hier wird das Wasser aus den Becken umgewälzt. Monteur Thomas Puschner von einer Fachfirma aus Sachsen-Anhalt arbeitet gerade an einer von fünf neuen Pumpen. Hier liegt auch einer der Gründe dafür, dass das Bad immer noch nicht geöffnet hat (AZ berichtete). Weil wichtige Ersatzteile zum Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten fehlten, konnte der ursprünglich anvisierte Eröffnungstermin nicht gehalten werden. Am Sonnabend geht es nun los.

„Die Pumpen laufen 24 Stunden am Tag“, erklärt Badleiter Dominik Wolf. Fünfmal am Tag wird der Inhalt aller Becken umgewälzt. Diese Aufgabe übernehmen nun moderne, energiesparende Maschinen. „Damit haben wir den Kilowatt-Verbrauch halbiert und verpusten keine Energie unnütz.“

Doch weil das Rückschlagventil, das ein Zurücklaufen des Wassers bei einem Pumpenausfall verhindert, nicht rechtzeitig vom Hersteller geliefert wurde, konnte lange kein Wasser in die Becken eingelassen werden.

Christian Blume schweißt Rohre zusammen.

260.000 Euro investiert die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf in die umfangreichen Maßnahmen. „Die letzte Sanierungsmaßnahme war 1986“, betont Wolf. Maler, Fliesenleger und Bauhof waren im Einsatz. Ein Generator rattert auf dem Rasen. Gerade ist eine neue Leitung vom Filterraum zum Springerbecken gelegt worden. Frischer Sand liegt auf dem Graben. Auslöser der Investition waren Mängel der Elektrosteuerung, die nun erneuert wurde. „Wir haben uns vorher mit Notreparaturen über Wasser gehalten“, erzählt der 37-Jährige. „Und wir konnten nicht mehr alle Attraktionen gleichzeitig laufen lassen.“ Regelmäßig flog die Sicherung raus.

Auch im Filterraum zieht zwischen großen Filtertanks und einem Gewirr aus grauen Leitungen moderne Technik ein. Die Zugabe von Chlorgas, das Keime im Wasser abtötet, wird jetzt über einen Touchscreen gesteuert. „Bei Sonne und Regen erhöht sich der Verbrauch“, erläutert der Badleiter. Einen Teil des gechlorten Wassers schleppen die Badegäste schlichtweg aus den Becken.

Jetzt steht dem Badevergnügen nichts mehr im Weg. „Die Becken sind gefüllt. Wir heizen gerade auf“, berichtet Müller. „Jetzt hoffen wir, dass es warm genug ist.“

VON GERHARD STERNITZKE

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