„Es ist ein großer Schritt“

Bad Bevenser Politik will die Kurstadt für die Digitalisierung fit machen

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Die Digitalisierung betrifft auch den Tourismus, von dem Bad Bevensen lebt (im Bild die Jod-Sole-Therme). Die Kurstadt soll jetzt für die neuen Anforderungen fit gemacht werden.

Bad Bevensen – Die Kurstadt soll fit für die Digitalisierung gemacht werden.

Dieses Ziel haben die Grünen in einem Antrag formuliert, der vor Kurzem im Bad Bevenser Kultur- und Tourismusausschuss diskutiert wurde und in dem die Beauftragung eines Expertenteams zur Entwicklung eines praxisbezogenen Digitalisierungskonzepts gefordert wird. Das Ergebnis: Die Verwaltung soll erste Informationen über mögliche Kosten einholen und einen Vorschlag erarbeiten, welche Bereiche abgedeckt werden sollen. Die Empfehlung fällte das Gremium einstimmig und wich damit von dem Antrag der Grünen ab, die ursprünglich eine sofortige Ausschreibung wünschten.

„Es geht darum, neue Möglichkeiten auszuloten, wie Tourismus, Einzelhandel und Stadt vorangebracht werden können“, erklärte Katja-Schaefer-Andrae (Grüne). Da die Digitalisierung für tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft sorgen werde, müssten auch traditionelle Arbeitsweisen und Strukturen überdacht werden, um auf die Herausforderungen und auch die Möglichkeiten richtig reagieren zu können. Da das Thema sehr komplex sei, brauche man die Hilfe von Experten. Erste Schritte seien vonseiten der Bad Bevensen Marketing (BBM) und der Metropolregion Hamburg im Tourismus schon gemacht.

„Es ist ein großer Schritt und man weiß noch nicht, was auf einen zukommt“, sagte Gabriela Kastens (Grüne). Es sei aber wichtig, das Thema Digitalisierung anzugehen, da es für die Zukunft der Kurstadt eine große Bedeutung habe.

Diese Bedeutung sahen auch die anderen Gremienmitglieder, warnten aber davor, jetzt eine Ausschreibung zu beginnen, ohne genau zu wissen, was man eigentlich haben wolle. „Gleich eine Ausschreibung zu machen, da kann ich nicht mitgehen“, sagte Jürgen Schliekau (CDU). Ziele müssten vorher klar formuliert sein.

„Die Digitalisierung ist wichtig und das Thema müssen wir so schnell wie möglich angehen. BBM und Verwaltung sollten sich aber vorher abstimmen“ erklärte auch Jannis Walther (FDP). Und Hans-Peter Hellmanzik (SPD) befand, dass der Antrag in seiner jetzigen Form zu ungenau sei und man ihn präzisieren sollte.

„Aus Sicht der Verwaltung ist es schwierig, aus dem Antrag eine konkrete Ausschreibung zu machen“, erklärte Gesa Schüler-Koppen die Sicht der Verwaltung.

VON LARS LOHMANN

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