Bad Bevenser Ausschuss berät über künftige Nutzung der Werbeträger

Bad Bevenser Litfaßsäulen rücken in den Fokus

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Sollen die LItfaßsäulen künftig kulturelle und optische Hotspots oder Werbeträger werden? Eine Entscheidung dazu wurde vertagt. 

Bad Bevensen – Die Litfaßsäulen in Bad Bevensen haben schon bessere Tage gesehen. An einigen ist der Beton abgesplittert und die Plakate werben für Veranstaltungen, die schon längst gelaufen sind.

Mit der Frage, was in Zukunft mit den Werbeträgern passieren soll, hat sich jetzt der Kultur- und Tourismusausschuss der Kurstadt beschäftigt.

Die SPD forderte in einem Antrag, dass die Litfaßsäulen vom Betreiber übernommen werden, um dort ansehnliche kulturelle und optische Hotspots zu schaffen. Ein Antrag der Grünen-Fraktion will die Säulen hingegen als Werbeträger für Veranstaltungen erhalten und sie der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) und den Vereinen zur Verfügung stellen.

„Die Litfaßsäulen sehen vernachlässigt aus und konterkarieren alles, was wir in Bevensen machen wollen“, sagte Andreas Strehlke (SPD). Der Zustand der Säulen sei erbärmlich. Daher wolle die SPD mit Künstlern und Vereinen vor Ort, die Werbeträger umgestalten und so kulturelle Hotspots schaffen, die zu Hinguckern werden und für die moderne Kurstadt Bad Bevensen stehen. Eine kommerzielle Nutzung der Säulen soll es nicht mehr geben. Der Vertrag mit der Betreiberfirma solle zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden.

Etwas andere Pläne hegt hingegen die Grünen-Fraktion. Die Säulen sollen weiterhin professionell vermarktet werden, schlägt sie vor. Den örtlichen Vereinen sollte dort aber die Möglichkeit eingeräumt werden, Werbung zu machen. Dies solle nach Zahlung geringer Gebühren möglich sein.

„Die Litfaßsäulen sind Kulturgut und dürfen nicht komplett aus dem Ortsbild verschwinden“, sagte Katja Schaefer-Andrae (Grüne). Zudem stünden sie an verkehrstechnisch auffälligen Standorten, die eine hohe Strahlkraft entwickeln könnten. Die Verwaltung der Säulen könne von der BBM übernommen werden, falls die Säulen kostengünstig von der Betreiberfirma durch die Kurstadt erwerbbar sind. Außerdem sollten auch die anderen Werbemöglichkeiten wie die städtischen DIN-A2-Aufsteller oder Flyer auf Verbesserungsmöglichkeiten abgeklopft werden, schlug die Grünen-Politikerin vor. Falls ein Erwerb nicht möglich ist, soll der Betreiber dazu aufgefordert werden, die Litfaßsäulen in einen verkehrssicheren Zustand zu bringen.

Etwas Wind aus den Segeln nahm der allgemeine Vertreter, Thomas Fisahn, der Debatte. Da die Säulen nicht im Eigentum der Stadt seien, könne sie auch nicht über die Werbung, die dort gemacht wird, entscheiden. Daher müsse zunächst mit der Betreiberfirma geklärt werden, ob sie der Stadt die Säulen überlässt. In Anbetracht des schlechten Zustands mancher Litfaßsäulen müsse auch überlegt werden, ob dies bei jeder sinnvoll sei, erklärte Fisahn. Außerdem verwies er auf das Sonderkündigungsrecht der Stadt, wenn der Zustand der Säulen nicht mehr tragbar sei.

Der Ausschuss vertagte daher eine Entscheidung. Vielmehr wurde die Verwaltung zunächst damit beauftragt, in Erfahrung zu bringen, ob die Betreiberfirma bereit ist, die Litfaßsäulen der Kurstadt zu überlassen.

VON LARS LOHMANN

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