1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bad Bevensen

Bevensen-Ebstorf trifft Vorbereitungen für den Gasnotstand

Erstellt:

Kommentare

Das Bevenser Kurhaus bei Nacht.
Könnte bei einem langanhaltenden Gasausfall als Wärmehalle dienen: das Bevenser Kurhaus. © Sternitzke, Gerhard

„Die Lage ist angespannt, und eine weitere Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden.“ So lautet die aktuelle Einschätzung der Bundesnetzagentur zur Gasversorgung. Die Speicher sind demnach zu 68,8 Prozent gefüllt. Menschen decken sich mit Heizlüftern und Kaminöfen ein. Und erste Kommunen treffen Vorbereitungen für den Notfall, einen großflächigen Ausfall von Heizungen. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat als erste im Landkreis Uelzen Wärmehallen ausgewiesen.

Bad Bevensen – „Es gibt Schätzwerte, dass im Notfall ein bis zwei Prozent der Bevölkerung einen Platz benötigen“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Martin Feller (Grüne). Bei einer Einwohnerzahl von 26 000 müssten also 520 Menschen, die nicht bei Familie, Freunden oder Nachbarn unterkommen, in geheizten Gebäuden wenigstens zeitweise untergebracht werden.

THW und DRK unterstützen im Notfall

Das Problem: Auch die meisten Schulen und Sporthallen werden mit Gas beheizt. Gefragt waren deshalb Gebäude, die noch über einen Ölbrenner oder über eine alternative Energieversorgung verfügen. Wärmehallen mit Ölheizung können in den Turnhallen in Wriedel und Altenmedingen eingerichtet werden. Mit Biogas beziehungsweise Fernwärme werden das Bevenser Kurhaus, die Turnhalle der Mauritius-Grundschule in Ebstorf sowie das Melzinger Feuerwehrhaus beheizt.

Gespräche mit dem Technischen Hilfswerk und dem DRK über die Aufstellung von Feldbetten und Einrichtung von Küchen wurden bereits geführt, berichtet Feller. Im Bevenser Kurhaus sind Mobiliar und eine Catererküche vorhanden.

Bei der Stadt Uelzen ist man noch nicht so weit. „Es gibt da Überlegungen“, sagt Stadtsprecherin Sandy Naake. „Entscheidungen sind dazu noch nicht gefallen.“ Die Kreisverwaltung steht nach Auskunft von Kreissprecher Martin Theine in Kontakt mit dem Energieversorger, der SVO. Der Katastrophenschutzplan wird entsprechend ergänzt.

Auch interessant

Kommentare