Kurstadtpolitik streicht 58 000 Euro beim Bauhof – nur wo, will keiner sagen

Bevenser kürzen bei der Pflege

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In die Pflege der Kur- und Tourismuseinrichtungen – Nordic-Walking-Strecken und Kurpark – stecken die Bauhofmitarbeiter mit rund 4700 Stunden derzeit am meisten Zeit. Wird gekürzt, könnte auch der Kurpark leiden.

Bad Bevensen. Werden die Mülleimer in der Kurstadt künftig in größeren Intervallen geleert oder die Rasenstreifen seltener gemäht? Der Bauhof der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf wird in Bad Bevensen 2015 weniger Hand anlegen als in den vergangenen Jahren – nur wo, ist die Frage.

Denn die Kurstadtpolitik hat während der vergangenen Haushaltsberatungen zwar festgelegt, dass sie dieses Jahr 58 000 Euro weniger Personalkosten für die Arbeit der Bauhofmitarbeiter zahlen möchte, die Entscheidung, wo der Rotstift angesetzt wird, möchte jedoch keiner treffen.

Nach einer hitzigen Diskussion über die Konkretisierung des Sparkurses Ende Januar im Bauausschuss (die AZ berichtete), hat nun auch der Verwaltungsausschuss (VA) in seiner nicht öffentlichen Sitzung keine Entscheidung getroffen. Darüber informiert Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller. „Wir müssen uns nochmal an einen Tisch setzen“, sagt Feller, denn bisher habe die Verwaltung zwar die Aufgabe alles wie gehabt weiterzuführen, klar ist aber auch: Das vorgesehene Geld im Haushalt reicht dafür nicht.

„Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder macht die Politik einen Vorschlag oder die Verwaltung muss die Kürzung umsetzen – darüber muss nun aber erst noch gesprochen werden“, erklärt Thomas Fisahn, erster Samtgemeinderat, auf AZ-Nachfrage. Sicher sei aber: „Man wird das merken“, sagt Fisahn. Denn die beschlossenen 58 000 Euro entsprechen etwa 1500 Arbeitsstunden, die für das Pflegen der Kurparkbeete, des Wilhelmsgartens, der Benecke-Wiese, der Nordic-Walking-Strecken sowie der Spielplätze und der Beete in der Fußgängerzone nicht zur Verfügung stehen würden. Auch das Reinigen der kommunalen Plätze und der Grünstreifen zählt zu den so genannten „freiwilligen Leistungen“, bei denen rein rechtlich Abstriche gemacht werden könnten. Ausdrücklich nicht gespart werden kann an der Verkehrssicherung. [...]

Von Wiebke Brütt

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