„Bei Hochwasser wird der Platz gesperrt sein müssen.“

Bevenser Göhrde-Parkplatz wird bis Dezember gepflastert – Kommen auch E-Ladesäulen?

+
Die beauftragte Baufirma hat bereits die alten Rasengittersteine des Göhrde-Parkplatzes aufgenommen und eine neue Tragschicht aufgebracht. Über 200 Stellplätze sollen hier entstehen.

Bad Bevensen – Die Pfützen gehörten dazu. Der Bevenser Göhrde-Parkplatz war unter Autofahrern berüchtigt. Zeitweise stand er ganz unter Wasser.

Vor zwei Jahren wurde schließlich eine Teilfläche wegen der vielen Stolperfallen in Form von schiefstehenden Rasengittersteinen und aufragenden Bordsteinen gesperrt (AZ berichtete). Nun wird der Parkplatz neu angelegt. Die beauftragte Straßenbaufirma aus der Kurstadt hat bereits das Pflaster entfernt und eine neue Tragschicht aufgebracht.

Rund 650.000 Euro investiert die Kurstadt in die neue Parkfläche. Dafür entstehen über 200 Stellplätze in grauem Verbundpflaster, abgegrenzt mit schwarzen Betonsteinen. „Der Platz ist für eine multifunktionale Nutzung optimiert“, erläutert Bauamtsleiter Roland Klewwe. „Es gibt keine Pflanzflächen.“ In diesem Jahr feierte die Freiwillige Feuerwehr hier ihr Jubiläum. Es ist zugleich der Schützenplatz der Bevenser Gilde.

Bis Anfang Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Wir gehen davon aus, dass wir im Zeitplan sind“, sagt Klewwe – rechtzeitig zur 800-Jahr-Feier der Gilde im kommenden Jahr.

Bis dahin sollen Bevensen-Besucher auf dem neuen Göhrde-Parkplatz wieder sicher und ohne Stolperfallen parken können. Dass sie dabei ihr Elektroauto aufladen, bleibt dagegen noch Zukunftsmusik. Über die Aufstellung von E-Ladesäulen konnten sich die Parteien noch nicht einigen. „Wir schaffen aber die Voraussetzungen mit Lehrrohren und Anschlüssen“, berichtet der Bauamtsleiter. Eine ganze Parkreihe mit 20 bis 30 Plätzen kann dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. 100.000 Euro stehen für E-Ladesäulen im Stadtgebiet im laufenden Haushalt. Noch nicht entschieden ist, ob die Stadt den Strom kostenlos abgibt. „Die Abrechnung ist aufwendig und teuer“, warnt Klewwe.

Auch auf dem neuen Göhrde-Parkplatz werden Autofahrer übrigens nicht immer trockenen Fußes aussteigen können. Die Fläche befindet sich bekanntlich im Überschwemmungsgebiet der Ilmenau. Mehr als eine geringfügige Aufschüttung hat der Landkreis Uelzen aber nicht zugestanden. Die Stadt hätte eine Überschwemmungsfläche als Ausgleichmaßnahme hierfür schaffen müssen. „Dem steht der Naturschutz entgegen“, erklärt Bauamtsleiter Klewwe. „Bei Hochwasser wird der Platz gesperrt sein müssen.“

VON GERHARD STERNITZKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare