Bevenser Verein erweitert Angebot zum Fahrplanwechsel / Fahrer gesucht

Bürgerbus fährt jetzt bis Medingen

Uwe Zeschke am Steuer des Bevenser Bürgerbusses.
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Zweiter Vorsitzender Uwe Zeschke am Steuer des Bevenser Bürgerbusses. Zum Fahrplanwechsel am Montag wird das Liniennetz auf Medingen erweitert. Auch das Kurhaus wird nun angefahren.

Fahrplanwechsel. Die Deutsche Bahn kündigt neue Städtedirektverbindungen und Flughafenzubringer an. Und auch in Bad Bevensen gibt es am Montag, 13. Dezember, eine Umstellung. Der Bürgerbus, seit dem Frühjahr montags bis sonnabends ein Teil des kurstädtischen Straßenbilds, weitet seinen Service aus. Zukünftig wird auch Medingen angefahren.

Bad Bevensen – Das teilt der Vorstand des Betreibervereins mit. „Wir wurden häufiger gefragt, ob wir Medingen anfahren können“, berichtet zweiter Vorsitzender und Vereinssprecher Uwe Zeschke. Nachdem sich der von Ehrenamtlichen getragene Linienverkehr in der Kurstadt etabliert hat, wagt der Verein den Schritt zur ersten Ausweitung des Liniennetzes. Mühlenstraße, Lerchenfeld, Siedlung und Vier Linden werden angefahren. Aufgrund weiterer Veränderungen ergibt das lediglich eine Verländerung der Runde um zwei Kilometer. „Die Fahrzeit ist sogar kürzer geworden.“

Abstimmung der Touren mit den Metronom-Zügen

Sinn der gemeinsamen Fahrplanwechsel von Bus und Bahn ist die Abstimmung der Verbindungen. „Die Abfahrtzeiten wurden geändert, um die Anbindung an die Metronom-Züge zu verbessern“, erzählt Zeschke. Auch Patienten des Herz- und Gefäßzentrums nutzen zuweilen den Bürgerbus. Sie haben dann kürzere Wartezeiten. Der Vereinssprecher weiß aber auch, dass man es nicht allen Nutzern recht machen und nicht jeden Zug berücksichtigen kann.

Der Verein hat noch einmal sein Netz überprüft. Insgesamt drei Haltestellen wurden gestrichen, am Ilmenautal, an der Ebstorfer Straße und am Britzenberg. „Da sind kaum Leute eingestiegen“, sagt Zeschke. Im Bereich Rosengarten gehen die Menschen meist direkt zu Fuß in die Innenstadt. Außerdem kann der Bus wegen der Poller immer noch nicht über die Lüneburger Straße fahren.

Dennoch versucht der Bürgerbus-Verein, die Abstände zu den Haltestellen gering zu halten. „Für die alten Leute, für die wir hauptsächlich fahren, sind 500 Meter zu viel“, weiß Zeschke. Angefahren wird jetzt auch das Bevenser Kurhaus. Weil die Touren mit einem ausreichenden Zeitpuffer gepflant sind, bringen auch Fahrgäste mit Rollator, die Unterstützung beim Einstieg brauchen, den Fahrplan nicht durcheinander.

Derzeit 400 Fahrgäste pro Monat

Die Corona-Pandemie hat den Start des Bürgerbusses geprägt. „Mit zirka 400 Fahrgästen pro Monat trotz der widrigen Umstände sind wir bisher zufrieden“, betont der Vereinssprecher. „Wir haben sehr viele Stammgäste, die regelmäßig mit dem Bürgerbus fahren.“ Der eine oder andere wird jedoch aus Sorge vor Ansteckung auf die Beförderung verzichtet haben.

Lange Zeit war die Nutzung auf vier der acht Fahrgastplätze beschränkt. Derzeit gilt 3G – geimpft, genesen oder getestet – im Bürgerbus. Weil man sich meistens kennt, ist die Überprüfung kein Problem. „Wir machen Stichproben“, berichtet Zeschke.

Ein Dauerbrenner ist die Suche nach ehrenamtlichen Fahrern. „Das Ziel sind 25“, sagt Zeschke. Derzeit sind 14 Aktive unterwegs. Das führt dazu, dass die derzeit 18 Aktiven statt der geplanten zwei Touren pro Monat derzeit drei Fahren.

• (01 76) 98 59 44 92, www. buergerbus-badbevensen.de.

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