Sie gehen bis an ihre Grenzen

Bad Bevensen: Zwei Feuerwehrleute nehmen am 100-Kilometer-Spendenmarsch teil

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Alexander Schröder (links) und Mark Vogler haben bereits sportliche Erfahrungen mit Treppenläufen. Jetzt wollen sie beim Feuerwehr-Spendenmarsch in Gotha 100 Kilometer in voller Montur zurücklegen. 

Bad Bevensen – Ostern, das heißt für viele Gemütlichkeit im Familienkreis, den Kindern beim Suchen zuschauen, Festessen, Schokoladeneier naschen. Auf das alles verzichtet Alexander Schröder (34) und geht stattdessen bis an seine Grenzen.

Zusammen mit seinem Freund Mark Vogler (35) startet der Bevenser Feuerwehrmann beim 100-Kilometer-Feuerwehr-Spendenmarsch in Gotha – 24 Stunden Fußmarsch, 870 Meter Gesamtanstieg und das Ganze in voller Montur mit dem Atemgerät auf dem Rücken.

„Ein Sieg ist für uns zweitrangig. Es ist uns wichtig, dass wir möglichst viele Kilometer zusammenbekommen“, erzählt Schröder, der in dem Zweierteam bereits an verschiedenen Turmläufen teilgenommen hat. Denn acht Sponsoren unterstützen den Bevenser Hauptfeuerwehrmann mit insgesamt 20,50 Euro pro Person und gelaufenen Kilometer. Mit dem Geld will der 34-Jährige, der im Nebenberuf als Rettungssanitäter arbeitet, die „Wunschmomente“ des DRK-Kreisverbands unterstützen. Dabei wird todkranken Bewohnern aus dem Uelzener Hospiz ein letzter Wunsch erfüllt, etwa eine Fahrt ans Meer oder ein Fußballspiel.

Trainiert hat Schröder nicht für die Herausforderung. Als Feuerwehrmann bei der Bundeswehr in Munster treibt er regelmäßig Dienstsport. Laufen, Fitness, Schwimmen, Fußball und Volleyball gehören dazu. „Wir dürfen auf keinen Fall langsamer als fünf Stundenkilometer gehen, das sind zwölf Minuten pro Kilometer“, rechnet der Familienvater vor. Auf 100 Kilometer wird er 10 000 Kalorien verbrennen. „Wir wollen die Pausen möglichst kurz halten, damit die Füße nicht zu müde werden“, kündigt Schröder an.

Die größte Herausforderung bei der Benefizveranstaltung ist die dicke Feuerwehrkleidung. Einige Erleichterungen gibt es. Der Helm muss nicht auf dem Kopf getragen werden, anstelle der Stiefel sind zwei Paar Sportschuhe zugelassen. Außerdem werden die teilnehmenden Feuerwehrleute an vielen Verpflegungsständen mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

Was für viele nach „Sport ist Mord“ klingt, ist für Schröder und Vogler eine Herausforderung. „Es geht darum, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen“, sagt der Bevenser Feuerwehrmann. Und natürlich geht es auch um den Spaß, ums Dabeisein, das Gemeinschaftserlebnis. 200 Feuerwehrleute gehen am Sonnabend um 16 Uhr an den Start. Am Sonntag um 16 Uhr hoffen Schröder und Vogler, im Ziel anzukommen.

VON GERHARD STERNITZKE

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