Bad Bevenser CDU fordert die Gründung eines Arbeitskreises zum Autobahnbau

A 39: Begleitung statt Ablehnung

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Ob und wann zwischen Lüneburg und Wolfsburg die Autobahn 39 entsteht, ist noch unklar. Sicher ist aber: Einwohner der Kurstadt wären von dem Infrastrukturprojekt stark betroffen.

Bad Bevensen. Lärmschutz und die Folgen der Verkehrsströme – das sind nur zwei Themen, die die CDU Bad Bevensen künftig in einem Arbeitskreis zur Autobahn 39 diskutieren möchte.

Das Gremium, dem unter anderem Vertreter der betroffenen Stadtteile, der Politik, der Verwaltung sowie der in Bevensen tätigen Naturschutzverbände angehören würden, sollte öffentlich tagen und sowohl Autobahngegnern als auch -befürwortern ein Forum bieten – so die Idee der Christdemokraten, die noch im Verwaltungsausschuss und im Stadtrat diskutiert werden soll.

„Mit der Gründung des Arbeitskreises will die CDU-Fraktion im Rat der Stadt erreichen, dass alle Betroffenen in der Stadt und ihren Ortsteilen ein Forum vorfinden, in dem sie nicht nur ihre Betroffenheit artikulieren, sondern auch Maßnahmen erörtern können, wie sich die Folgen des Baues der A 39 abmildern lassen“, schreibt Fraktionsvorsitzender Jürgen Schliekau per Pressemitteilung. Ausdrücklich nicht gewollt seien grundsätzliche Diskussionen um die Sinnhaftigkeit einer weiteren Autobahn oder die Position der Stadt Bad Bevensen. Schliekau: „Es geht in diesem Arbeitskreis definitiv nicht um die Frage, ob die A 39 gebaut werden soll oder nicht, denn das entscheiden andere Stellen.“ Vielmehr gehe es um eine „positive Begleitung“, mit der sich mehr für die Bürger erreichen lasse „als durch ständige massive Ablehnung mit den entsprechenden teils herabwürdigenden Angriffen auf Politik und Politiker in Bund, Land und Kommune“.

Im September 2014 hatte die Kurstadtpolitik mit knapper Mehrheit eine neue Resolution zur Autobahn 39 beschlossen. Mit 13 zu zehn Stimmen entschied das Gremium nach emotionaler Debatte, einem CDU-Antrag zu folgen: Demnach spricht sich die Kurstadt nun generell für die Autobahn aus. Rechtliche Schritte zur Verhinderung der derzeitigen Trasse, die Bevensens Ortsteile Groß Hesebeck und Röbbel zerschneiden würde, sind nicht mehr vorgesehen – die bis dato geltende Resolution hatte der Stadt in diesem Punkt andere Handlungsspielräume ermöglicht: 2011 verabschiedete der Stadtrat bei einer Gegenstimme eine Resolution, die die aktuell geplante Trasse der A 39 ablehnt und rechtliche sowie politische Schritte zu ihrer Verhinderung zulässt.

Zwei Gründe, die Gegner der Trasse wiederholt angeführt haben: Groß Hesebeck und Röbbel würden durch die Trasse zerschnitten und während der Bauphase könnte die Innenstadt durch starken Verkehr belastet werden.

Von Wiebke Brütt

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