Geschäftsführer Torsten Krier blickt optimistisch in die Zukunft

Bad Bevensen: „Die Therme ist konkurrenzfähig“

Geschäftsführer Torsten Krier hat noch viele Ideen für die Jod-Sole-Therme Bad Bevensen. In den ersten drei Quartalen 2019 verzeichnet der 49-Jährige für die Therme ein Gäste-Plus von sieben Prozent.
+
Geschäftsführer Torsten Krier hat noch viele Ideen für die Jod-Sole-Therme Bad Bevensen. In den ersten drei Quartalen 2019 verzeichnet der 49-Jährige für die Therme ein Gäste-Plus von sieben Prozent. 

Bad Bevensen – Goldener Oktober in Bad Bevensen. Die Sonne lacht gestern vom Himmel. Im Außenbecken der Jod-Sole-Therme genießen die Besucher den schönen Tag. Und auch Torsten Krier hat ein Lächeln auf den Lippen.

Erstmals steigen die Besucherzahlen in der Hauptattraktion der Kurstadt wieder. Für die ersten drei Quartale 2019 verzeichnet der Geschäftsführer der Kurgesellschaft ein Gäste-Plus von sieben Prozent. Damit wird nach dem Tiefpunkt vom vergangenen Jahr wieder der Wert von 2015 erreicht. Und Krier ist optimistisch, weiter steigende Zahlen zu erreichen.

„Die Therme ist konkurrenzfähig“, sagt Krier. „Wir haben die besten Bewertungen.“ Gäste aus Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen schätzen die Einrichtung. Vor allem aber sorgen Besucher aus der Region etwa 50, 60 Kilometer rund um Bad Bevensen für das Plus. Die Therme habe ihr verstaubtes Image abgelegt und werde seit Jahren auch von jüngeren Besuchern genutzt. Um in der Konkurrenz mit den Einrichtungen in Lüneburg, Soltau und Wolfsburg zu bestehen, die kräftig investieren, müsse sich dennoch auch die Jod-Sole-Therme ständig weiterentwickeln.

So soll die Therme dort, wo sich früher der Durchgang vom alten Kurhaus befand, einen neuen, repräsentativeren Eingang erhalten (AZ berichtete). Damit sollen auch mobilitätseingeschränkte Personen einen barrierefreien Zugang finden. Weitere Ideen des 49-jährigen Fachkaufmanns für Marketing sind noch in der Diskussion. So möchte er die verschiedenen Bereiche durch ein einheitliches Erscheinungsbild verbinden.

Von einem Sanierungsstau könne dagegen nicht gesprochen werden. „In die Therme ist immer investiert worden“, stellt Krier klar. „Nicht immer ist das zu sehen.“ Wie etwa die moderne Technik im Hintergrund. Ein Besuchermagnet ist die Saunalandschaft. Auch im Kleinen hat Krier Veränderungen vorgenommen, hat Banner aufgehängt, die Sessel im Eingangsbereich verschoben, den Grünbereich an der Brunnenanlage gestärkt.

Um die Therme auf unkonventionelle Weise ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, ist Krier jetzt sogar unter die Schriftsteller gegangen. Die Leser sollen sich in dem 50-Seiten-Band „Peter Dexter wird gesucht“ auf die Spur des Thermen-Mitarbeiters begeben. „Peter Dexter ist wie jemand, der neu dazukommt, Bad Bevensen und die Liebenswürdigkeit der Stadt kennenlernt“, verrät der Thermen-Geschäftsführer.

Für zusätzliche Besucher sorgen Angebote wie Wohlfühltage, Klangschalenaktionen, Sauna-Themenabende oder das Floating. Nur eins geht nicht: Ein Spaßbad wird die Therme nie werden, wenn sie nicht Besucher verlieren will, betont Krier: „Bevensen steht für Ruhe und Erholung.“

VON GERHARD STERNITZKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare