Mehr Transparenz bei Bauprojekten / Informationen online

Bad Bevensen: Konsequenzen nach hohen Kosten für neuen Ratssaal

Im Ratssaal stellte sich die Verwaltung um Samtgemeindebürgermeister Martin Feller den Fragen der Bürger zu dessen hohen Kosten.
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Im Ratssaal stellte sich die Verwaltung um Samtgemeindebürgermeister Martin Feller den Fragen der Bürger zu dessen hohen Kosten.

Bad Bevensen – Im neuen Ratssaal in der alten Pausenhalle in Bad Bevensen wurde jetzt der Haushalt der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf rund 25 interessierten Bürgern vorgestellt.

Hauptthema bei den Fragen der Einwohner waren aber nicht die Zahlen des Haushalts, sondern die Kosten des neuen Ratssaals. Außerdem kündigte Samtgemeindebürgermeister Martin Feller an, dass alle Bauprojekte künftig online auf die Homepage der Samtgemeinde gestellt werden sollen.

„Wir wollen mehr Transparenz schaffen“, sagte Feller den Anwesenden. Daher solle über alle Projekte samt Kosten künftig informiert werden. Den Anfang machen Informationen zum Umbau der Schwalbenschule in Wriedel für den Ganztagsbetrieb, die bereits online stehen. Auf die Frage, ob Feller den Saal in dieser Form für nötig halte, antwortete er: „Ich halte den Raum für einen guten Raum, der aber zu teuer geworden ist.“ Man besitze zwar einen Ratssaal in Ebstorf, aber da die Zukunft des Rathauses dort noch offen sei, verfüge man über eine moderne Alternative, die allen Mitgliedsgemeinden zur Verfügung stehe. „Der Saal bietet Möglichkeiten, die wir vorher nicht hatten“, sagte Feller. So ermögliche er die Live-Übertragung von Sitzungen im Internet und diene der Kommunikation mit den Bürgern.

Bauamtsleiter Roland Klewwe teilte auf Nachfrage mit, dass sich die Kosten momentan auf 757 000 Euro belaufen, wobei noch nicht alle Arbeiten abgerechnet sind. 270 000 entfallen dabei auf die Tischlerarbeiten. Davon wiederum allein 100 000 Euro auf die Akustikplatten aus Weißtanne, die laut Klewwe auch in der Waldschule verbaut wurden. Weitere große Kostenfaktoren waren die Baunebenkosten mit 100 000 Euro. Hierin sind unter anderem die Honorare für Architekten und Planer enthalten. Die Erneuerung der Elektrik schlägt mit 91 000 Euro zu Buche.

Feller erklärte zudem den Ablauf beim Bau des Ratssaales. Zunächst sei es um den Erhalt der alten Pausenhalle gegangen. Dann sei aus den Ratsgremien heraus der Vorschlag gekommen, dort einen Sitzungssaal einzurichten. Es lasse sich aber nicht mehr genau sagen, wer die Idee dazu hatte, nur dass alle Fraktionen dies unterstützt hätten. „Alle haben zugestimmt, keine Partei war dagegen“, sagte Feller.

VON LARS LOHMANN

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