Stellvertretende Bürgermeisterin soll auf Martin Feller folgen

Bad Bevensen: Grüne nominieren Gabriele Meyer

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Gabriele Meyer mit Martin Feller vor dem Bevenser Rathaus: Die Grünen haben die 63-Jährige als Nachfolgerin des Bürgermeisters nominiert. Feller tritt zum 1. November sein Amt als Samtgemeindebürgermeister an.

Bad Bevensen – Stichtag ist der 1. November, ein Freitag. Martin Feller (Grüne), im Juni in der Stichwahl erfolgreich, wird neuer Samtgemeindebürgermeister in Bevensen-Ebstorf und damit Nachfolger von Hans-Jürgen Kammer (SPD), der in den Ruhestand geht.

Sein Amt als Bevenser Bürgermeister muss Feller zuvor abgeben. Der Stadtrat wählt deshalb am nächsten Donnerstag einen Nachfolger. Die Grünen, die zwölf der 25 Ratsleute stellen, haben jetzt einstimmig Gabriele Meyer als Kandidatin benannt. Einen Gegenkandidaten gab es dort nicht.

„Wir haben uns für sie entschieden wegen ihrer Kompetenz und Erfahrung“, sagt Feller. „Und sie ist beliebt.“ Bei der Stadtratswahl im vorigen Jahr holte sie nach Feller die meisten Stimmen. Seit 1991 war Gabriele Meyer in der Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) aktiv. Seit 2011 gehört sie dem Stadtrat an. Im Konflikt über die Ausrichtung der WBB wechselte sie zu den Grünen, mit denen es eine langjährige Zusammenarbeit gab. Bereits seit sieben Jahren – mit Unterbrechung – ist die 63-Jährige stellvertretende Bevenser Bürgermeisterin.

„Das war sehr bereichernd. Ich habe dabei viele Dinge erfahren, in die ich vorher keinen Einblick hatte“, erzählt die Kandidatin. Die angestrebte Wahl zur Bürgermeisterin sieht sie als eine „logische Entwicklung“, aber auch als Gipfel ihrer politischen Tätigkeit. Gleichzeitig sei das Amt, das sie nun anstrebe auch eine neue Herausforderung. „Das ist eine andere Verantwortung.“

Sollte sie gewählt werden, will Gabriele Meyer weiter auf Transparenz setzen. Die von Bürgermeister Feller eingeführten Sofagespräche, Bürgerinformationen und die Bürgermeistersprechstunde will sie fortsetzen. Im Stadtrat hofft sie auf eine Beruhigung. Als Bürgermeisterin wolle sie so weit wie möglich neutral sein. Das entspreche auch ihrem Stil: „Ich bin nicht der Typ, der von vornherein klare Ansagen macht.“

Die gebürtige Bevenserin hat fast 46 Jahre lang als Pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke gearbeitet. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Neben der Ratsarbeit engagiert sie sich im Bürgerbusverein und in der Sorgenden Gemeinschaft der evangelischen Kirche.

Für ihre Wahl ist Gabriele Meyer auf mindestens eine Stimme einer anderen Gruppierung angewiesen. Dabei hofft sie auf die beiden Vertreter der Bürger für Bad Bevensen (BfB), mit der es in letzter Zeit Gemeinsamkeiten, aber keine formelle Zusammenarbeit gibt. BfB-Fraktionsvorsitzende Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka äußert sich auf AZ-Nachfrage nicht dazu.

Die CDU wird nach Auskunft von Fraktionschef Sönke Strampe wahrscheinlich mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen. Am Montag soll eine Entscheidung fallen. SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Hellmanzik verrät noch nichts. „Wir sind noch im Abstimmungsprozess.“

• Die Stadtratssitzung am Donnerstag, 24. Oktober, beginnt um 18 Uhr im Gasthaus Schmidt in Groß Hesebeck.

VON GERHARD STERNITZKE

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