Kurstadt startet zweite Kampagne in Metropolen / Großstädter sollen für Therme und Veranstaltungen begeistert werden

Bad Bevensen fährt durch Berlin

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Mit Werbeplakaten wird in den U- und S-Bahnen in Hamburg, Hannover und Berlin für die Kurstadt Bad Bevensen als Ort der Erholung geworben.

Bad Bevensen. Farbenprächtig springen sie dem Betrachter in den Großstädten in die Augen.

Egal ob in Hamburg, Hannover oder Berlin: Bad Bevensen versucht, mit Plakaten auf die Kurstadt aufmerksam zu machen und auch in der Nebensaison die Zahl der Touristen aufrecht zu erhalten.

Es ist schon die zweite Kampagne unter dem Namen „Das gönn’ ich mir“, die die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) ins Leben gerufen hat. „Die Kampagne soll dazu dienen, ein frisches Image von Bad Bevensen zu transportieren, neue Gästegruppen anzusprechen und den Traffic auf unserer Website zu erhöhen“, sagt Ines Utecht, Marketingchefin der BBM. Denn die Zahl der Übernachtungen in der Kurstadt sinkt (AZ berichtete).

Bereits 2017 wurde mit „zzzz“- oder „grrh“-Comic-Sprechblasen in den Städten Hamburg, Hannover und Bremen geworben. Bei den Gästezahlen aus Bremen sei zu dieser Zeit ein Anstieg zu bemerken gewesen. So waren es mit 135 Besuchern im Dezember 2017 über 20 Besucher mehr als noch im Vorjahr. Auch im Januar stieg die Zahl von 92 (2017) auf 106 in diesem Jahr. Die Zahlen für Besucher aus Hamburg im Dezember und Januar nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab, doch der Februar überraschte mit über 100 Besuchern mehr.

Die diesjährige Kampagne wirbt in Hamburg, Hannover und Berlin. Symbole von technischen Geräten, wie eine leere Batterieanzeige oder ein Lautlos-Zeichen, sollen auf „Akku laden“ und „abschalten“ anspielen und vor allem Menschen im Alter ab 50 ansprechen. Gerade diese Generation setze sich zurzeit mit Smartphones auseinander, um mit dem Trend mitzugehen, sagt Jessica Maaß, Betreuerin der Kampagne. „Wir wollen das Image der Stadt jung halten“, sagt sie.

In der Hauptsaison gebe es viele große Feste, die Besucher anziehe. In der Nebensaison solle neben kulturellen Veranstaltungen vor allem die Therme Anreize bieten. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass man auch im Winter was in Bad Bevensen erleben kann“, erklärt Jessica Maaß die Kampagnenzeit von November bis Ende Januar. „Gerade nach dem Stress mit Weihnachten und Neujahr soll Bad Bevensen zum Abschalten dienen“, führt sie fort.

Für die Kampagne ist ein Budget von 40 000 Euro geplant. Damit sollen Plakatwerbungen in U- und S-Bahnen in Großstädten, Megalites an Bahnhöfen und eine Facebook-Kampagne finanziert werden. In dem sozialen Netzwerk habe die BBM, so Jessica Maaß, bereits über 40 Pauschalanfragen erhalten. Die meisten kommen aus Hamburg, dicht gefolgt von Hannover und Berlin. Bei den Einwohnern der Kurstadt komme die Werbung gut an, berichtet Jessica Maß: „Wir erhalten Nachrichten von Menschen, die Urlaub in Berlin machen und berichten, wie verrückt es ist, dass Bad Bevensen selbst dort zu sehen ist.“

Von Lea-Sophie Penner

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