Stadt gibt Auftrag für Machbarkeitsstudie / Nur neun Monate Bewerbungsfrist

Bad Bevensen: Erster Schritt zur Landesgartenschau

Im Mittelpunkt der Landesgartenschauen stehen nicht mehr ausschließlich große Blumenflächen. Wichtig sind eine naturnahe Gestaltung und der Klimaschutz.
+
Im Mittelpunkt der Landesgartenschauen stehen nicht mehr ausschließlich große Blumenflächen. Wichtig sind eine naturnahe Gestaltung und der Klimaschutz.

Bad Bevensen – Blühende Landschaften in Bad Bevensen: Auf dem Weg zu einer möglichen Ausrichtung der Landesgartenschau in der Kurstadt steht diese vor dem ersten Schritt: Der Planungsauftrag an ein Büro für Landschaftsarchitektur steht kurz vor der Unterzeichnung.

Die Fachleute sollen eine Machbarkeitsstudie erstellen, die dann Grundlage für die Entscheidung über eine Bewerbung ist.

Tatsächlich gab es nur eine Bewerbung, berichtet Stadtdirektor Martin Feller. „Es ist aber ein renommiertes Büro, das eine andere Landesgartenschau erfolgreich betreut hat.“ Erfreulich für die Kurstadt: Das Angebot liegt unter 100 000 Euro. Im Haushalt angesetzt waren 150 000 Euro.

Nähere Vorgaben für eine bestimmte Ausrichtung bekommen die Landschaftsarchitekten nicht. Sie werden das gesamte Stadtgebiet betrachten und Ideen entwickeln. Allerdings ist klar, dass heutige Landesgartenschauen nicht mehr einseitig auf möglichst viele Blumen ausgerichtet sind, sondern die naturnahe Gestaltung und der Klimaschutz eine große Rolle spielen. Besonders gern wird es gesehen, wenn das Konzept Lösungen für Schwachpunkte im Stadtbild entwickelt, betont Feller, etwa für das ehemalige Hamburgische Krankenhaus, das frühere Hamburger Feriendorf oder die abgerissene Diabetesklinik.

Für die Vergabe des Auftrags hat Feller eine Ausnahme von der aktuellen Haushaltssperre genehmigt. „Wir müssen jetzt die Planung einleiten, sonst schaffen wir das zeitlich nicht“, so Feller. Denn die Bewerbungsfrist beträgt nur neun Monate. In dieser Zeit muss ein Konzept erstellt und diskutiert werden. Politik, Tourismussektor und Bürger können dabei ihre Vorstellungen einbringen.

In den Haushalten 2022 und 2023 müsste die Stadt dann die entsprechenden Investitionen einplanen. In der Regel gibt es eine Landesförderung für die Ausrichtung einer Landesgartenschau. Dennoch bleibt sie häufig ein Zuschussgeschäft. Die letzte Auflage 2018 in Bad Iburg schloss aber sogar mit einem kleinen Überschuss ab.

Stadtdirektor Martin Feller sieht die Ausrichtung als eine einmalige Chance – trotz der wegen der Corona-Krise angeschlagenen Stadtfinanzen: „So wie Bundes- und Landesregierungen es machen, muss man antizyklisch investieren. Ich bin überzeugt, dass wir die Früchte davon ernten werden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare