Der Landschaftsplaner soll ran

Bad Bevensen: Benecke-Wiese soll in den Kurpark integriert werden

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Die Benecke-Wiese soll nach dem Willen des Bad Bevenser Bauausschusses von einem Landschaftsarchitekten überplant werden. Der Vorschlag der Grünen und der BfB wurde mit knapper Mehrheit angenommen.

Bad Bevensen – Was wird aus der Benecke-Wiese? Eine Frage, mit der sich die Bad Bevenser Lokalpolitik schon seit langer Zeit beschäftigt, sollte jetzt im Bauausschuss der Kurstadt geklärt werden. Gleich drei Anträge lagen zu dem Thema vor.

Die SPD schlug vor, ein Gradierwerk zu errichten. Ein Antrag der CDU-FDP-Gruppe wollte als Übergangslösung eine einjährige Wildblumenwiese schaffen und ein gemeinsamer Antrag von Grünen und BfB sollte einen Landschaftsarchitekten mit einem Gestaltungsplan beauftragen.

Eine knappe Mehrheit von fünf Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen von der CDU-FDP-Gruppe und einer Enthaltung von Andreas Bersiel (SPD) fand schließlich der Antrag von Grünen und BfB – ergänzt um den Passus, dass übergangsweise eine Wildblumenwiese geschaffen wird, bis die Pläne vorliegen.

„Wir wollen die Benecke-Wiese als naturbelassenen Bestandteil des Kurparks“, erklärte Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka (BfB). Dabei habe vor allem der Erhalt der Sichtachsen Priorität. Insgesamt solle so ein harmonisches Bild entstehen.

Jürgen Schliekau (CDU) gab zu bedenken, dass mit der Schaffung eines Parks auch die Verpflichtung zum Unterhalt einhergehe. Und dieser belaufe sich schon jetzt auf über eine Million Euro pro Jahr für die gesamten Grünanlagen der Stadt.

„Ich halte es für grundsätzlich problematisch, nur weil etwas nicht klappt, gleich umzuplanen“, kritisierte Dirk Harms (CDU). Man sollte an den Plänen zur Bebauung festhalten. Bisher habe man mit Planungen für die Benecke-Wiese vor allem Geld der Stadt ausgeben. „Wir brauchen keinen Landschaftsarchitekten“, sagte Harms. Bis es vernünftige Planungen für die Wiese gebe, reiche eine Insektenwiese.

„Ich war für eine Bebauung. aber die Situation hat sich geändert. Ich sehe nicht, dass die Investoren zurzeit Schlange stehen“, sagte Gabriele Meyer (Grüne). Man könne auch umschwenken, wenn sich Dinge ändern. Die Blumenwiese könne nur eine Übergangslösung sein. „Die ersetzt keinen Landschaftsplaner“, so Gabriele Meyer.

Der Antrag von Grünen und BfB beinhaltet auch den Bau eines Mehrgenerationenspielplatzes. Außerdem soll überprüft werden, ob der vor einigen Jahren aus der Innenstadt entfernte Hawoli-Brunnen dort aufgestellt werden kann. Laut Bauamtsleiter Roland Klewwe sind die Steine noch brauchbar, aber der Brunnen in seiner ursprünglichen Form nicht mehr. Eingelagert ist der Brunnen zurzeit auf einer Fläche der Samtgemeinde.

VON LARS LOHMANN

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