Mehr Platz für Außenwerbung / Auch Blumenkübel geplant

Bad Bevensen: Bauausschuss empfiehlt Änderungen für Lüneburger Straße  

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Der westliche Abschnitt der Lüneburger Straße wird künftig nicht gesperrt. Dafür sollen aber Werbeanlagen wie Aufsteller oder Verkaufsständer künftig weiter in den Verkehrsraum ragen dürfen. 

Bad Bevensen. Sie fahren zu schnell und zu zahlreich und behindern manchmal durch unerlaubtes Parken auch noch das Durchkommen – mit den Fahrzeugen im verkehrsberuhigten Bereich der Lüneburger Straße in Bad Bevensen hadern nicht nur die Anlieger.

Die CDU-Fraktion im Bad Bevenser Stadtrat hatte daher, wie berichtet, einen Antrag gestellt, diesen Abschnitt der Lüneburger Straße zumindest an Wochenenden für den Verkehr zu sperren. Der Bauausschuss erteilte dem Anliegen jetzt allerdings mehrheitlich eine Absage.

Schon eine öffentliche Bürgerinformation zu diesem Thema hatte ein geteiltes Echo ausgelöst. Die Anlieger bekämen mit einer zeitweisen Sperrung Probleme, hieß es. Vor allem Unternehmen, die Auf Anlieferverkehr angewiesen seien. Ausnahmeregelungen seien schwierig zu formulieren, erklärte dazu Bauamtsleiter Roland Klewwe. „Eine Einschränkung auf Anlieger ist nicht kontrollierbar“, gab er auch in der Bauausschusssitzung zu bedenken. Auch Durchfahrtserlaubnisse nur für Anwohner seien nicht umsetzbar, da diese zum Nachteil von Geschäftsleuten und Ärzten ausfielen, die ja aber zu ihren Arbeitsstätten gelangen müssten. „Es spricht also vieles dafür, hier keine einzelne Aktion durchzuführen“, bilanzierte Klewwe.

Das sah auch die Mehrheit im Bauausschuss so. „Wir sprechen uns gegen den Antrag aus, weil er so nicht umsetzbar ist“, sagte Gabriele Meyer (Grüne) im Namen der Grünen/WBB-Gruppe, „aber wir würden Maßnahmen befürworten, die die Situation bereinigen.“ Als erste Sofortmaßnahme zur Temporeduzierung sollen nun Blumenkübel aufgestellt werden. „Das ist in Vorbereitung“, erklärte Bauamtsleiter Klewwe.

Künftig sollen auch sogenannte Sondernutzungen der Geschäfte – Aufsteller, Verkaufsständer und andere Werbeanlagen – nicht nur 70 Zentimeter in den Straßenraum ragen dürfen, sondern 100 Zentimeter. Der Bauausschuss gab auch hierfür eine mehrheitliche Empfehlung ab. Während CDU-Ratsherr und Anlieger Jürgen Schliekau sicher war, dass dies zur Belebung der Straße beitragen werde, meldete Andreas Bersiel, SPD-Mann und Polizist im Ort, große Bedenken an: „Zum jetzigen Zeitpunkt krausen sich mir die Haare, überhaupt den Querschnitt einzuschränken.“ Der ohnehin schon enge Straßenraum gebe das aus seiner Sicht nicht her.

Von Ines Bräutigam

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