Planfeststellungsverfahren für zweiten Abschnitt beginnt am 22. Mai

Autobahn 39: Behörde kauft bereits Land

Nun wird es ernst für die Betroffenen am zweiten Abschnitt der A 39. (Symbolfoto)

Lüneburg/Bad Bevensen. Nun wird es ernst für die Betroffenen am zweiten Abschnitt der A 39. Die Landesstraßenbaubehörde in Hannover eröffnet das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt von der B 216 östlich von Lüneburg bis Bad Bevensen.

Die Unterlagen werden ab 22. Mai öffentlich in den Rathäusern in Bienenbüttel und Bad Bevensen ausgelegt. Das bestätigt die Behörde auf AZ-Anfrage.

Chefplanerin Annette Padberg und der Leiter der Landesstraßenbaubehörde Dirk Möller mit einem Plan der A 39.

In Bevensen macht man sich Sorgen, dass der gesamte Verkehr durch die Kurstadt fließen könnte, wenn die Autobahn nach Fertigstellung der Abschnitte eins und zwei in Römstedt enden würde (AZ berichtete). Die Landesstraßenbaubehörde Lüneburg hat ihren Entwurf nach den Infomärkten im November nicht mehr verändert. „Wir bleiben bei unserer Auffassung, dass mit den getroffenen Maßnahmen die Ableitung des Verkehrs geleistet wird“, betont Behördenleiter Dirk Möller auf AZ-Nachfrage. Ziel der Infomärkte sei es gewesen, die Bürger darüber zu informieren, was sie erwartet. „Etwaige Änderungen bleiben dem Planfeststellungsverfahren vorbehalten“, so Möller. Die Behörde kauft bereits Land für das Fernstraßenvorhaben auf.

Für keinen der Anwohner wird es aktiven oder passiven Lärmschutz geben. Die Planer haben die Trasse so skizziert, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.

Das Planfeststellungsverfahren wird von der Landesstraßenbaubehörde Hannover durchgeführt. Der Wechsel in der Zuständigkeit soll die Unabhängigkeit gewährleisten. Die Unterlagen liegen bis zum 21. Juni aus. Noch bis zum 2. August können Betroffene Einwendungen einreichen.

„Wir gehen jeder Einwendung sehr intensiv nach und versuchen, einen Interessenausgleich zu schaffen“, betont der Leiter der Stabsstelle Planfeststellung Rolf Rockitt. Eine persönliche Antwort gibt es nicht.

Von Gerhard Sternitzke

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