Verwaltungsausschuss hat nächste Woche das letzte Wort

Bedenken gegen Erweiterung: Bauausschuss lehnt Aldi-Pläne ab

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Der Bad Bevenser Aldi-Markt an der Medinger Straße soll vergrößert werden.

Bad Bevensen. Über mangelnde Einkaufsgelegenheiten bei Discountern können sich die Bevenser wahrlich nicht beklagen: Zurzeit wird nicht nur der mittlerweile vierte – ein Netto-Markt – an der Medinger Straße errichtet, sondern einige hundert Meter weiter soll auch noch der bestehende Aldi-Markt vergrößert werden.

Eine dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplans sahen die Mitglieder des städtischen Bau- und Planungsausschusses allerdings mit gemischten Gefühlen und lehnten sie bei vier Ja-, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung zunächst ab.

Gut möglich aber, dass der Verwaltungsausschuss (VA) in seiner Sitzung am 12. November der Planänderung doch noch zustimmen wird. Denn bei dem Votum des Fachausschusses handelt es sich lediglich um eine Empfehlung. Und die Mehrheitsverhältnisse dort entsprechen nicht jenen im VA.

Bedenken hatte vor allem Roland Zander (Bürger für Bad Bevensen, BfB). „Der Markt wurde doch erst vor zwölf Jahren gebaut“, merkte er an. Warum man nicht beispielsweise durch eine Veränderungssperre dafür sorgen könne, „dass nicht alle zehn bis 15 Jahre jemand von außen kommt und städtebaulich etwas ändern darf“? Weil das eine Entscheidung der Mehrheit des Stadtrates sei, gab ihm Bauamtsleiter Roland Klewwe zur Antwort.

Die BfB ist mit ihren zwei Mitgliedern die kleinste Fraktion des Stadtrats. Die Bauleitplanung, betonte Klewwe, habe sehr wohl die Stadt in der Hand.

Der Aldi-Markt an der Medinger Straße soll von derzeit 800 auf rund 1200 Quadratmeter erweitert werden – ein Konzept, das die Discounter-Kette aktuell an vielen Standorten verfolgt, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Dabei ist ein kompletter Neubau in ebenfalls neuer Anordnung auf dem Grundstück vorgesehen. Das dafür vorgesehene „Sondergebiet Einzelhandel“ soll teilweise als Mischgebiet ausgewiesen werden, damit das Haus mit der Nummer 34 an der Medinger Straße erhalten werden kann. Das Gebäude werde laut Stadtverwaltung vom Vorhabenträger gekauft. Die Nutzung solle im Bebauungsplan „nicht unnötig eingeschränkt werden, um den langfristigen Erhalt dieses stadtbildprägenden Gebäudes sicherzustellen“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Eine Nutzung des Hauses für Wohnzwecke sei auch trotz zu erwartender Lärmbelästigungen weiterhin „durchaus vertretbar“.

Von Ines Bräutigam

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