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Autobahn GmbH kündigt Bevenser Betrieb Millionenprojekt

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Baustelle auf der A 39.
kalinowsky.jpg © Michael Behns

Die Bevenser Straßenbaufirma Kalinowsky verliert einen wichtigen Auftrag. Die Autobahn GmbH hat den Vertrag für die Sanierung der A 39 zwischen Winsen Ost und Winsen West gekündigt. Die bundeseigene Gesellschaft verbindet das mit Kritik an dem Familienunternehmen, das den vereinbarten Fertigstellungstermin 3. Juli nicht habe einhalten können.

Bad Bevensen/Winsen – Der Termin war vorgegeben, weil zum 4. Juli die Elbbrücke bei Geesthacht gesperrt ist. Die Firma Kalinowski sieht die Schuld bei der Autobahn GmbH selbst und nennt Details.

Der Auftragnehmer hatte der Autobahn GmbH mitgeteilt, dass er acht Wochen mehr Zeit benötigt. „Wir haben konstruktive Wege aufgezeigt, wie er es schaffen kann“, erklärt Christian Merl, Sprecher der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH. Das Unternehmen habe auf dem zusätzlichen Zeitbedarf beharrt. Man sei durchaus kompromissbereit gewesen. „Es ist so, dass uns solche Schritte nicht leichtfallen“, betont Merl.

Kalinowsky: Planungsfehler der Autobahn GmbH

Der Fertigstellungstermin sei schlichtweg nicht haltbar, betont Bauleiter Ferdinand Kalinowsky. „Letztendlich sind daran viele Planungsfehler der Autobahn GmbH daran schuld“, erklärt er. Mehrere Planveränderungen hätten den Zeitverzug verursacht, zumal sich die Autobahn GmbH Zeit mit Entscheidungen gelassen habe. Das Unternehmen sei kompromissbereit gewesen, allerdings gebe es einfach gewisse Lieferzeiten für den zusätzlich notwendigen Schotter. „Das sind über 1000 Lkw zusätzlich“, so Kalinowsky.

Die Autobahn GmbH hat die 6,6 Millionen Euro schweren Arbeiten auf dem knapp fünf Kilometer langen Stück neu ausgeschrieben. „Unser Ziel ist, die Bauarbeiten bis Ende der Sommerferien abzuschließen“, kündigt Merl an, denn in dieser Zeit seien deutlich weniger Pendler unterwegs.

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