Landeigentümer aus Barum und Umgebung planen fünf bis sechs Anlagen / Kirche fragt Mitglieder

Bauern und Bürger ernten Wind

+
Jan-Wilhelm Strampe aus Barum und Jörn Westermann aus Eppensen planen westlich der B 4 bei Gut Hoystorf einen Bauern- und Bürgerwindpark. Die Kirchengemeinde befragt ihre Mitglieder, ob sie ihr Land bereitstellen soll.

Barum/Hoystorf. Der Himmel ist grau über der B 4 vor Tätendorf. Die Scheibenwischer der Autos arbeiten, während sich die Rotorblätter der nahegelegenen Windräder in den Böen biegen.

Wenn es nach Jan-Wilhelm Strampe und Jörn Westermann geht, könnten bald fünf bis sechs weitere Anlagen westlich der Bundesstraße Strom produzieren. Die Idee: Landeigentümer und weitere Interessierte vor allem aus Barum gründen einen Bauern- und Bürgerwindpark.

„Wir wollen uns deutlich von anderen Projekten unterscheiden, weil wir nicht auf maximale Pacht gehen, sondern Bauern und Bürgern Lust machen wollen, zu investieren“, sagt Strampe, der in Barum einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Damit bleibe auch die Wertschöpfung vor Ort.

Die 51 Hektar Ackerland in der Nähe des Guts Hoystorf verteilen sich auf 20 Grundeigentümer, darunter elf Landwirte. Die Genossenschaftsmüller, die sich im November unter dem Dach des Bauernverbands Nordost-Niedersachsen zusammengeschlossen haben, könnten nach ersten Berechnungen 30 bis 40 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr verkaufen.

Auch die Kirchengemeinde Barum ist mit drei kleinen Teilstücken mit einer Gesamtgröße von knapp fünf Hektar beteiligt. Der Kirchenvorstand weiß, wie umstritten neue Windkraftanlagen sind. Deshalb hat er seine Gemeindemitglieder im aktuellen Gemeindebrief aufgefordert, bis heute, Montag, Stellung zu nehmen. [...]

Von Gerhard Sternitzke

Mehr dazu dazu lesen Sie am Montag im E-Paper und in der gedruckten AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare