Eckpunkte für die Bildung des beratenden Gremiums in Bad Bevensen wurden festgelegt

Barrieren beseitigen – mit Beirat

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Bauliche Barrieren wie hohe Bordsteine abzubauen, ist ein Ziel, das künftig vom Inklusionsbeirat forciert werden soll. Die Gründung des neuen Gremiums ist durch den Stadtratsbeschluss der Verwirklichung einen Schritt näher gerückt.

Bad Bevensen. Die Bildung eines Inklusionsbeirats für die Stadt Bad Bevensen nimmt konkrete Formen an. Das beratende Gremium soll auf dem Weg zur barrierefreien Kurstadt künftig die Belange von Menschen mit Handicap vertreten – soweit die Idee.

Seit der vergangenen Stadtratssitzung steht nun auch fest, wie genau sich der Inklusionsbeirat zusammensetzen wird und an welche Auswahlverfahren die Bildung des Gremiums gebunden sein wird.

Die Verwaltung, darauf einigten sich die Fraktionen im Vorfeld, wird über Internet, Zeitung und Aushänge einen öffentlichen Aufruf zur Teilnahme starten. Gesucht werden zehn Personen mit „Interesse und Engagement“, wie Gabriele Meyer (SPD-Grüne-WBB-Gruppe) erklärt. Im nächsten Schritt trifft der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt eine Vorauswahl, die durch den Rat der Stadt Bad Bevensen bestätigt wird.

Zum Hintergrund: Unter dem Titel „Aktionsplan Inklusion“ erarbeiten seit vergangenem Jahr Ehrenamtliche und Stadtvertreter zusammen mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) Pläne für eine barrierefreie Kurstadt. In diesem Rahmen wurden Arbeitsgruppen gebildet, die Maßnahmen mit dem Ziel der gleichberechtigten Teilnahme aller Menschen am Gemeinwesen anstießen. Es fanden Rollstuhlbegehungen statt und es wurden bauliche Barrieren in der Stadt beseitigt. „Um diese Aktivitäten auszubauen und nachhaltig fortzuführen, muss der nächste auszugestaltende Schritt jetzt sein, eine offizielle Steuerungsgruppe, als Mittler und Vernetzung zu Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit – einen Inklusionsbeirat – zu institutionalisieren, damit der eingeschlagene Weg nicht nur vom Agieren einzelner Personen getragen wird, sondern zukünftig ein fester Bestandteil in der Stadtentwicklung ist“, betont Ratsfrau Gabriele Meyer, die ehrenamtlich aktiv beim „Aktionsplan Inklusion“ mitarbeitet.

Um genügend Zeit für die Einarbeitung und Umsetzung von Projekten innerhalb des Gremiums zu ermöglichen, wird die Mitgliedschaft an die Kommunalwahlperiode gekoppelt sein. Zudem ist eine beratende Mitgliedschaft in den Ratsausschüssen mit Rede- und Antragsrecht für die Vertreter des neuen Gremiums vorgesehen.

Eine Geschäftsordnung, die Voraussetzung für die Gründung ist, soll Anfang 2014 erarbeitet werden.

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