Samtgemeindebürgermeister Martin Feller kritisiert Vorhaben

Bahnpläne im Bereich Bad Bevensen: „Das ist untragbar“

Die dritte Variante sieht eine Ortsumfahrung von Bad Bevensen vor.
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Die dritte Variante sieht eine Ortsumfahrung von Bad Bevensen vor.

Bad Bevensen / Bienenbüttel – Eine Neubautrasse durch die Hintertür? Die Deutsche Bahn hat jetzt zwei weitere Varianten für die Umsetzung von Alpha-E ins Spiel gebracht und sie vorgestellt.

Diese sehen eine Umfahrung ab Radbruch im Landkreis Lüneburg bis hinter Bad Bevensen vor. Im Landkreis Uelzen solle diese, wenn möglich, entlang der B 4 gebündelt werden, heißt es dazu im vorgestellten Konzept der Bahn für den Bereich Bad Bevensen. Kosten: rund 3,8 Milliarden Euro. Doch die Varianten treffen auf deutliche Kritik.

„Was da momentan geplant wird, ist nicht im Sinne von Alpha-E“, sagt Bevensen-Ebstorfs Samtgemeindebürgermeister, Martin Feller. Eine solch lange Ortsumfahrung sei für ihn nichts anderes als eine Neubaustrecke und die sei weder für die Samtgemeinde noch für die Kurstadt eine akzeptable Lösung. „Das ist untragbar“, sagt Feller. Eine auf 250 Stundenkilometer ausgelegte Ortsumfahrung könne zudem bedeuten, dass Bad Bevensen seine überregionalen Verbindungen verliert.

Kritisch wird die vorgestellte Konzeptstudie auch in Bienenbüttel gesehen. Die Folge wäre aus Sicht der Gemeinde eine weitere Zerschneidung der Landschaft. Wobei Bienenbüttel schon stark durch die Bahn, B 4, Elbe-Seitenkanal und Ilmenau in seiner Entwicklung eingeschränkt sei, erklärt Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Auch die Ortsteile würden nicht unerheblichen Belastungen ausgesetzt, so Franke weiter.

Es handele sich aber um eine Konzeptstudie und nicht um konkrete Planungen, betont er.

VON LARS LOHMANN

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