Frankfurter Projektierungsgesellschaft will Gebäude neues Leben einhauchen

Bad Bevensen: Der Bahnhof ist verkauft

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Das Bad Bevenser Bahnhofsgebäude ist verkauft worden. Neuer Besitzer ist eine Projektierungsgesellschaft aus Frankfurt, die bereits rund 30 Bahnhofsgebäude bundesweit in ihrem Bestand hat, um ihnen neues Leben einzuhauchen. Foto: Bräutigam

Bad Bevensen. Im Herbst vergangenen Jahres wurde der Bad Bevenser Bahnhof in einer speziellen Online-Versteigerung feilgeboten. Denn die Deutsche Bahn sucht seit Jahren, wie berichtet, nach einem Käufer für das denkmalgeschützte Objekt in der Kurstadt.

In besagter Auktion ist das Bahnhofsgebäude zwar nicht unter den Hammer gekommen, dafür aber wurde es jetzt regulär verkauft, wie die Bahn auf AZ-Nachfrage bestätigt.

Neuer Besitzer des Bad Bevenser Bahnhofs ist seit Jahresanfang die Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft in Frankfurt. 2013 wurde das Unternehmen für den Ankauf, die Entwicklung und den Betrieb von Bahnhofempfangsgebäuden gegründet, wie der Homepage zu entnehmen ist. Inzwischen konzentriert sich die Gesellschaft neben diesem Bereich unter anderem auch auf Hotel-, Gaststätten- und Freizeitparkentwicklungen oder die Entwicklung von Alten- und Pflegewohnheimen sowie Studentenwohnheimen oder Kur- und Heilkliniken.

Eine Sprecherin des Frankfurter Unternehmens bestätigt auf AZ-Nachfrage, dass man den Bad Bevenser Bahnhof gekauft habe. Für eine Aussage zur künftigen Nutzung sei es aber derzeit noch zu früh. Nach Aussage der Sprecherin habe man derzeit bundesweit etwa 30 Bahnhofsgebäude zur Projektierung in ihrem Bestand. Die Bahnhöfe in Cochem, Osterholz-Scharmbeck, Alsfeld und Kreiensen gehören neben anderen dazu.

Zu den Kaufinteressenten gehörte in der Vergangenheit übrigens auch die Stadt Bad Bevensen: Man habe zwar Interesse, könne aber wegen des Zukunftsvertrags nichts bezahlen, lautete 2012 das Statement von Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer. Der damalige Bürgermeister Martin Feller war damals mit weiteren Mitstreitern dabei, Pläne für ein Kulturzentrum in dem historischen Gebäude zu schmieden.

Von Ines Bräutigam

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