Einsatz für die Kurstadt

Bademäntel im Viertelfinale: Bevenser Mannschaft kämpft bei Sülfmeistertagen

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Selbstbewusst läuft die Bevenser Mannschaft, darunter Bürgermeister Martin Feller (links), in Bademänteln bei den Sülfmeistertagen in Lüneburg auf.

Bad Bevensen/Lüneburg – Machen wir mit? Klar doch. Kurzentschlossen stellt Bad Bevensens Stadtmarketing-Manager Gerhard Kreutz knapp vor Anmeldeschluss Ende August ein elfköpfiges Team zusammen, um bei den 17. Lüneburger Sülfmeistertagen anzutreten.

„Wir wollen dabei sein. Ich brauch‘ nicht zu motivieren. Alle sind topfit“, stellt Kreutz klar. Sogleich wird er von seiner Crew unterbrochen: „Wir sollen siegen. “.

Sonnabend ist ihr Tag. Insgesamt neun Mannschaften sind dabei. Die Bevenser sind Newcomer. In zwei Etappen laufen die Vorstellungen und Spiele. Endlich – es ist bereits nach 13 Uhr – dürfen die Bevenser, darunter Bürgermeister Martin Feller, in das Strohballenterrain „Am Sande“ einmarschieren. Zu erkennen sind sie unschwer. Alle tragen einen weißen Bademantel. Bevensen als „Quelle des Wohlgefühls und der Gesundheit“ – das ist die Botschaft.

Jede Mannschaft hat eine Titelmusik zum Einzug gewählt. Meist heitere, stimmungsvolle Stücke. Nicht so die Bevenser, die zu den Klängen aus der Filmmusik „Spiel mir das Lied vom Tod“ auflaufen. Selbstbewusst und winkend marschieren sie an, platzieren sich auf der Bühne, blinzeln zum Pokal und müssen wieder warten, bis es mit den Spielen losgeht.

Und nun kann die Mannschaft zeigen, was sie kann. Sie muss Holz transportieren, eine Pipeline bauen, Stinte fangen und Mittelalterwissen beweisen. Wie viele Brauereien gab es in Lüneburg? Was hat es mit dem Luna-Brunnen auf dem Marktplatz auf sich? Und natürlich ist das Lüneburger Salz ein Thema.

Die Bevenser schlagen sich gut. Dennoch liegen sie – gemäß Zeit und Punkten unter Aufsicht eines erfahrenen Schiedsrichterteams – mit drei anderen Gruppen auf Platz zwei und müssen in ein Stechen. Biergläser stemmen. Klappt nicht so gut. Es reicht aber für einen vierten Platz. Nach einem fünften Platz beim Kistenklettern im Viertelfinale dann das Aus. „Uns ist doch der Spaß wichtig“, heißt es aus der Mannschaft. Also bleibt das Fassrollen noch keine Disziplin.

Abends ist dann klar, dass wieder einmal das Team vom Lüneburger Wochenmarkt gewonnen hat und den Sülfmeister stellt. Marten Zaiser, Bäcker in Edendorf, stellt das Wirken der Gruppe vor, denn der ausgeguckte Sülfmeister Gerd Bindernagel ist noch auf dem Markt.

Die Bevenser zeigen sich dennoch bester Laune. Auch gestern sind sie beim großen Kopefest-Umzug dabei. Vorne in der Droschke hat Heidekartoffelkönigin Nadine ihren Platz, dahinter die Gruppe. Natürlich im leuchtenden Weiß der Bademäntel. Kleine Tütchen voller Kartoffeln, Bevensen-Flyer und – weil es gesund ist – kleine Traubenzucker werden verteilt.

Eines ist klar. Nächstes Jahr machen sie wieder mit.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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